Arona

Man würde das gemütliche Städchen mit den kanarischen Häusern und dem hübschen Rathaus nicht vermuten, nachdem man die Touristenburgen gesehen hat, die zu diesem Ort gehören.

Allgemeines zu Arona


Die Stadt Arona liegt im Süden der Insel in der Nähe der Küstenorte Playa de las Américas und Los Cristianos. Ganz im Gegensatz zu diesen lebhaften Touristenhochburgen scheint in Arona die Zeit stehen geblieben zu sein. 79.377 Einwohner leben in der Gemeinde - davon entfallen aber nur wenige tausend auf die Stadt selbst. Wer schon einmal in dem verschlafenen Nest war, wird aber auch diese Zahl für maßlos übertrieben halten. Daher bietet der Ort Urlaubern eine kontrastreiche Abwechslung zu den überfüllten Vergnügungsmeilen im Süden der Gemeinde.


Geschichte

Der Süden Teneriffas war bis in die späten 70er Jahre touristisch kaum erschlossen. Mehrheitlich dominierten kleine Fischerorte die Küsten rund um die Stadt Arona und boten die Lebensgrundlage für den Großteil der Einwohner. Der Bau des südlichen Flughafens änderte diesen Zustand grundlegend. Heute ist die Südküste das touristische Herz Teneriffas, bietet sie doch das ganze Jahr über angenehme Temperaturen und Sonnenschein. Arona selbst ist vom Massentourismus bisher aber weitgehend verschont geblieben und hat seinen individuellen kanarischen Kleinstadt-Charme beibehalten.


Kultur und Einwohner

Der historische Ortskern „Plaza del Cristo“ mit dem stattlichen Rathaus und die im klassisch kanarischen Baustil gehaltene Kirche „San Antonio Abad“ zeugen vom Reichtum der Stadt. Schließlich werden von dort aus die touristischen Goldgruben vom Surferparadies El Médano bis zur Touristenmetropole Las Américas verwaltet.

Religion spielt in Arona eine große Rolle. Neben der bereits erwähnten Kirche ist auch ein Kreuz dem Schutzheiligen der Stadt „San Antonio Abad“ gewidmet. Zudem findet jedes Jahr ein Fest zu seinem Gedenken statt.

Die Einwohnerzahl der gesamten Gemeinde hat sich seit Anfang der 80er Jahre nahezu verachtfacht. Der Grund für diese rasche Entwicklung war die zunehmende Bedeutung des Tourismussektors im Süden der Gemeinde. Viele Auswanderer vor allem aus England und Deutschland sowie Einheimische aus ländlichen Gebieten der Insel zogen an die Küste, um dort einen Job zu finden. Die Stadt Arona liegt etwas nördlicher im Landesinneren. Deswegen stagniert die dortige Einwohnerzahl bei etwa 3000.


Wirtschaft

Landwirtschaftliche Anbauflächen finden sich wenige Kilometer östlich der Stadt im Valle de San Lorenzo. Hier werden hauptsächlich Bananen angebaut und auf der ganzen Insel vertrieben. Die Fläche wird auch genutzt um Tomaten, Pfeffer, Kartoffeln und Blumen zu kultivieren und nach Europa zu exportieren.

Der Tourismussektor ist trotzdem bei Weitem der größte Arbeitgeber der Region. Über 60% der Gemeindebevölkerung arbeitet in diesem Bereich. Städte wie Los Cristianos und Las Américas gehören schon seit Langem zu den Top-Ausflugszielen europäischer Urlauber.


Lage und Vegetation

Der kleine Ort liegt auf etwa 630 Metern auf der Hochebene des Teides. Schmale Gässchen, steile Straßen und sympathische kleine Häuser im Kolonialstil prägen das Stadtbild Aronas. Den typisch kanarischen Baustil sieht man vor allem im „Caserio de Altavista“, einer kleinen Wohnsiedlung am Rand der Stadt.

Von Playa de las Américas aus erreicht man die Stadt mit dem Auto in etwa 20 Minuten. In etwa 15 Minuten schlängelt man sich über kurvenreiche, enge Passstraßen vom nördlich gelegenen Vilaflor entlang rauer Gesteinsformationen und üppiger Wälder bis zum idyllischen Städtchen.


Aktivitäten

Arona ist für einen Aktivurlaub bestens geeignet. Neben den vielfältigen Wanderrouten rund um den Roque del Conde können Urlauber ebenso dem nah gelegen Zoo einen Besuch abstatten, Golfen gehen, auf Pferden reiten oder eine Runde durch den Orchideengarten drehen.


Centro de Orquideas

In Valle San Lorenzo, etwa vier Kilometer entfernt von Arona, befindet sich ein blühender Orchideengarten. Über 100 verschiedene Arten aus sämtlichen Ländern der Erde warten dort auf Blumenliebhaber. Ein Spaziergang durch die Anlage verspricht eine vielseitige Blütenpracht - sogar fleischfressende Pflanzen sind zu sehen. Wem ein Blick auf die Orchideen nicht genug ist, kann auch welche kaufen und sie mit nach Hause nehmen.

Darüber hinaus lässt sich im Panorama Café die Aussicht über Valle San Lorenzo genießen.

Adresse
Orchid Center
Virtue Street 33
Valle San Lorenzo
Teneriffa

Öffnungszeiten

Winter: täglich von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Sommer: Montag bis Samstag von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr


Jungle Park

Der liebevoll angelegte Zoo hat seinen Besuchern Einiges zu bieten: Pinguine, Nilpferde, Pelikane, Krokodile und sogar eine Greifvogelshow, auf Grund welcher der Zoo auch oft Adlerpark genannt wird. Abenteuerlustige Urlauber können sich hier über Hängebrücken wagen, sich durch den Dschungel kämpfen oder die 800 Meter lange Bob-Bahn ausprobieren. Ein besonders Highlight ist ein weißer Löwe – schließlich gibt es von dieser Art nur 27 auf der ganzen Welt.

Adresse
Urbanización Las Águilas del Teide s/n
38640 Arona
Teneriffa



Reitclub Amarilla Golf & Country Club

Der Amarilla Golf & Country Club liegt etwa zehn Kilometer östlich von Arona. Dort können Urlauber entweder in einer großzügigen Pferdekoppel reiten oder längere Küsten- und Bergtouren unternehmen. Es wird für die passende Einweisung aller Alters- und Leistungsklassen gesorgt.

Der großzügige 18-Loch Amarilla Golfplatz besticht durch kleine Grüns und hügelige Fairways. Zudem genießen Golfer stets einen herrlichen Blick aufs Meer.

Adresse: Amarilla Golf & Country Club, Urb. Amarilla Golf, 38639 San Miguel de Abona,


Roque del Conde

Geologisch gehört der Berg Roque del Conde zum Adeje-Massiv und zu den ältesten geologischen Formen Teneriffas. In Anlehnung an den Guanchenführer Ichasagua, der noch viele Jahre nach der Besetzung Teneriffas im Jahre 1496 Widerstand gegen die spanischen Eroberer leistete, wird der Berg auch Roque de Ichasagua genannt.

Arona ist der Ausgangspunkt einiger interessanter Wanderungen verschiedener Längen und Schwierigkeitsgraden. Eine etwa vierstündige Tour führt vom Viertel Vento hinauf auf das Plateau des Berges. Ab etwa 1000 Metern hat man einen wunderschönen Blick über die gesamte Südküste. Im Restaurant Meson Era Las Mozas in Valle San Lorenzo in der Calle La Cabezada 26 gibt es dann die passende Stärkung.

Wem diese Wanderung zu lange dauert, kann eine etwa zweistündige Tour über den Camino Roque del Conde unternehmen. Er startet knapp über dem Kreuz von San Antonio und endet am Gipfel des Berges. Der Höhenunterschied beträgt etwa 400 Meter. Da der Weg zum Schluss hin recht eng und steil wird, ist ein mittlerer Schwierigkeitsgrad angegeben.

Ein leichterer Weg ist der Camino del Topo. Er führt von Arona bis in das kleine Städtchen Ifonche. Die Dauer beträgt etwa zweieinhalb Stunden bei ca. 400 zurückzulegenden Höhenmetern. Bei diesem Weg durchquert man gleich zwei Naturschutzgebiete: die Reserva Natural Especial del Barranco del Inferno und El Paisaje Protegido de Ifonche.


Sehenswürdigkeiten

Für die Bürger Aronas spielt Religion eine große Rolle. Dementsprechend sind auch einige Sehenswürdigkeiten der Stadt christlichen Ursprungs. So etwa die Kirche "San Antonio Abad" im historischen Zentrum oder das "Cruz de San Antonio", das oberhalb der Gemeinde auf einem Hügel über die Stadt wacht. Darüber hinaus lassen sich in Arona das repräsentative Rathaus, eine Wallfahrtskapelle, der alte Waschplatz sowie ein riesiger Baum bestaunen, der aufgrund seines Alters und seiner Größe zum Naturdenkmal ernannt wurde.


Cruz de San Antonio

Das Kreuz zu Ehren des Schutzheiligen Abts San Antonio befindet sich etwas oberhalb des Stadtkerns neben einer extrem steilen Straße, die man, wenn man Besitzer eines Autos ist, nur mit viel Schwung und Pferdestärken erklimmen kann. Ansonsten kommt man nicht umher den Weg zu Fuß zu bestreiten. Ist man aber mal oben angekommen, freut man sich umso mehr über den fantastischen Ausblick bis zur etwa 10 Kilometer entfernten Meeresküste.


Plaza la Paz und Almácigo

Der sogenannte „Platz des Friedens“ befindet sich südlich des historischen Ortskerns. Dort finden Reisende die zentrale Bushaltestelle der Stadt. Gleich daneben steht der „Almácigo“, ein hundert Jahre alter, imposanter Baum der Gattung Terebinthe, der zum Naturdenkmal ernannt wurde.


Los Lavaderos und der alte Wassertank

Der alte Waschplatz wurde von den Einwohnern Aronas bis in die frühen fünfziger Jahre benutzt, um ihre Wäsche zu waschen. Damit kein wertvolles Regenwasser verschwendet wurde, errichtete man zudem einen großen Wassertank, in dem die Flüssigkeit gespeichert werden konnte. Beide Anlagen können auch heute noch besichtigt werden.


Plaza del Cristo

Auf dem repräsentativen Platz im historischen Ortskern befinden sich das denkmalgeschützte Rathaus, welches einige Kommunalabteilungen und einen Plenarsaal beheimatet sowie die Kirche „San Antonio Abad“.

Das ehemalige Kloster wurde im späten achtzehnten Jahrhundert im klassisch kanarischen Baustil errichtet. Im Inneren befindet sich ein prunkvoller Altar. Das Altarbild wurde der Kirche 1840 vom Franziskaner Kloster in Adeje übergeben. Darauf sieht man das Bild des „Cristo de la Salud“, das dem kanarischen Holzbildhauer Lázaro Gonzáles de Ocampo aus der zweiten Hälfte des siebzehnten Jahrhunderts zugeschrieben wird. Zudem ist ein Bild des Schutzheiligen der Stadt San Antonio Abad und eine Abbildung der „Mutter der Empfängnis“ („La Virgen de la Concepción“) zu sehen.

Vor dem Eingang des Rathauses, das einem besonders wegen seines charakteristischen Balkons aus Teakholz ins Auge sticht, steht außerdem eine Statue des Mönchs Peter von Betancurt (span. Hermano Pedro), der von Papst Johannes Paul II heilig gesprochen wurde. Bruder Peter, wie er auf Deutsch genannt wird, ist bis heute der einzige Heilige, der auf den Kanarischen Inseln geboren wurde - nur wenige Kilometer weiter nördlich in Vilaflor.


Ermita el Calvario

Die Wallfahrtskapelle „Ermita el Calvario“ war bei ihrem Bau im Jahr 1877 zunächst nur eine einfache Wand, die den gekreuzigten Jesus von Nazaret auf seinem Leidensweg zeigte. Zwischen 1904 und 1909 wurde die Wand um eine Kapelle erweitert, die während der religiösen Feste besonderen Zulauf findet. An der Kapellenfassade fallen vor allem graue und rote Steine auf, die für die kanarische Architektur untypisch sind. Von der Kapelle aus hat man einen wunderbaren Blick über die ganze Gemeinde Aronas bis zu den Stränden von Las Americás und Los Cristianos.


Museen

Das Kulturprojekt Mariposa Park wurde bereits 1993 von einem deutschen Ehepaar ins Leben gerufen. Das Ziel war es, einen Ort zu schaffen, in dem durch die ästhetische Schönheit der Kunst nicht nur Empfindungen, sondern auch Gedanken beflügelt werden sollten. Mehr als 70 Künstler unterschiedlicher Herkunft haben in fünfzehn Jahren Gestaltungsarbeit ein 25.000 Quadratmeter großes Kunstparadies geschaffen. Seit 2007 finden hier regelmäßig Veranstaltungen statt. Der Kunstpark ist nicht öffentlich zugänglich, steht Interessierten für einen Besuch aber offen.

Kulturprojekt Mariposa, Camino Túnez, 63 A, 38640 Arona


Strände


Der Strand des Surfmekkas El Médano und einer der größten natürlichen Sandstrände, La Tejita, sind in nur knapp 20 Minuten mit dem Auto zu erreichen. Die belebten Strände der Touristenhochburgen Playa de Las Américas und Los Cristianos sind nur etwa neun Kilometer entfernt. Die regelmäßige Busverbindung mit der Nummer 480 bringt Urlauber in wenigen Minuten an die Küste.


Feste


Wie überall auf Teneriffa, wird auch in Arona eifrig gefeiert. Dies sind die wichtigsten drei Feste der Stadt.

Cristo de la Salud

Jedes Jahr Anfang Oktober findet das Ortsfest von Arona statt. Dabei werden Prozessionen veranstaltet und Open-Air-Partys mit Livemusik angeboten. Zum Schluss der Festlichkeit wird sogar ein Feuerwerk entzündet.


San Andres

Im November findet ein Fest zu Ehren des heiligen San Andres statt. Hierbei wird jedes Jahr ein abwechslungsreiches Programm bestehend aus Orchestermusik, Messen, Weinproben und riesigen Paella-Platten geboten.


San Antonio Abad

An jedem Sonntag vor dem 18. Januar feiert ganz Arona seinen Schutzpatron San Antonio Abad. Geschmückte Ochsenkarren und Folkloregruppen ziehen durch die Stadt und halten an Wallfahrtsorten wie der Kirche auf dem Plaza del Cristo oder dem Kreuz oberhalb des historischen Zentrums.


Restaurants


Hungrige Urlauber haben in Arona mehrere Möglichkeiten, um ihre leeren Mägen zu füllen. Die meisten Restaurants befinden sich im Stadtzentrum und bieten vor allem kanarische Spezialitäten sowie frischen Fisch und Meeresfrüchte an.


Restaurant La Granja

Das Restaurant La Granja ist bekannt für seine ausgezeichnete Auswahl an Fisch und Meeresfrüchten.
Adresse: Carretera Tenerife 51, Tel.: + 34 922 72 53 92


Restaurant Roque del Conde

Das Restaurant Roque del Conde liegt südlich des Stadtkerns und hat jeden Tag von 12 Uhr bis 16:30 Uhr und von 19 Uhr bis 23 Uhr geöffnet. Dienstag ist Ruhetag.
Adresse: Carretera General TF 51, Arona Vilaflor, 67, Arona Casco, Tel.: + 34 922 72 54 09


Restaurant Gela

Dieses kleine bar-ähnliche Restaurant hat typisch kanarische Gerichte im Sortiment. Es ist durchgehend von 7 Uhr bis 22 Uhr geöffnet. Samstag ist Ruhetag.
Adresse: Calle Cementerio, 5, Tel: + 34 922 72 50 71


Aroma Pastel-art Café

Das moderne Restaurant in der Nähe der Bushaltestelle ist einen Besuch wert. Schokoladencroissants, Apfeltaschen, Baguettes in allen Variationen, Pasta und Salate können Reisende in den stilvoll eingerichteten Sitzecken zu sich nehmen.
Adresse: C/ Fransisco Alfonso Güitima, 1, Tel.: + 34 922 72 63 31


Nachtleben


Das Kurhaus von Arona befindet sich mitten in der Stadt und verspricht mit zahlreichen Folkloreveranstaltungen vergnügliche Stunden in entspannter Atmosphäre.
Adresse: C7 El Calvario, 6, Tel.: + 34 922 72 54 20

Ein buntes Nachtleben bieten Bars, Diskotheken und Spiellokale in den nur wenige Kilometer entfernten Touristenstädten Playa de las Américas und Los Cristianos.


Einkaufen


Einkaufspassagen gibt es in Arona nicht, lediglich kleine Geschäfte mit den wichtigsten Produkten. Wer allerdings ein Einkaufserlebnis sucht, kann die lebhaften Orte Playa de las Américas und Los Cristianos besuchen.