Abades

In Abades scheint der Tourismus noch nicht angekommen zu sein. Die Atmosphäre und das ganze Stadtgeschehen sind eher einheimisch, was besonders für Individualurlauber ein großer Pluspunkt ist.

Allgemeines zu Abades

Der kleine Ort Abades liegt an der Südostküste Teneriffas direkt am Atlantik, zwischen La Jaca und Poris de Abona und gehört zu der Gemeinde Arico.

In Abades scheint der Tourismus noch nicht den Lauf der Dinge, die Atmosphäre und das ganze Stadtgeschehen für sich in Anspruch genommen zu haben- was besonders für Individualurlauber ein großer Pluspunkt ist. Fährt man von der gleichnamigen Autobahnausfahrt ab, strahlt einem eine kleine Siedlung mit weißen Häusern und roten Dächern entgegen. Dahinter glitzert das Meer des Atlantiks.


Geschichte und Gründung

Die Ortschaft wird oft als Geisterstadt bezeichnet und trägt seinen Namen Abades erst seit 1986. Zuvor lautete der offizielle Name Sanatorio de Abona. Grund dafür ist die bewegte Geschichte der kleinen Siedlung, denn die Insel hatte lange Zeit ein unlösbares Problem, die Lepra. Da es scheinbar keine Möglichkeit gab, die Krankheit zu bekämpfen, wurde das Gebiet Sanatorio de Abona gegründet, um die Erkrankten vom Rest der Bevölkerung zu isolieren.

So baute man hier 1943 eine Leprastation mit einem Krankenhaus, einem Krematorium und einer Kirche. Das Krankenhaus wurde jedoch nie fertiggestellt, da genau zu dieser Zeit ein Medikament gegen Lepra entwickelt wurde. Doch viele Menschen waren bereits hier verstorben und begraben worden. Seitdem haftet der Name „Geisterstadt“ an diesem Ort. Die Kirche ist noch heute gut erhalten und das Kreuz auf der Spitze bereits von der Autobahn aus zu sehen. Drumherum befinden sich einige Ruinen, die jedoch ignoriert werden, da die Geschichte noch zu sehr in den Köpfen der Menschen verankert ist. Nach erfolgreicher Bekämpfung der Krankheit hat man dieses Gebiet bis zum Jahr 2000 noch als militärische Trainingsbasis genutzt, bis auch sie stillgelegt wurde. Nach und nach begann man etwas unterhalb ein kleines Dorf mit weißen Häusern und Villen zu erschaffen, das heute den Fischern als Zuhause und einigen wenigen Touristen als Feriendomizil dient.

 

Wirtschaft

Abades ist ein kleines aber sehr aktives Fischerdorf. Die Cafés und Bars am Strand sind stets gut gefüllt. Viele Fischer kehren hier ein, nachdem sie mit ihren Booten vom Atalntik zurückgekehrt sind. Für Besucher lohnt sich ein Abstecher hierhin allemal, denn die vielen kleinen bunten Fischerboote in der Bucht und auf dem Atlantik bieten ein wunderschönes Panorama.

Seit ein paar Jahren erschließt sich ein neuer Wirtschaftszweig. Um den Berg Montana Pelado wurde ein technischer Lehrpfad angelegt, mit dem erneuerbare Energien, vor allem Wind- und Solarkraft, ausprobiert werden.


Lage und Vegetation

Abades liegt an der Südostküste Teneriffas und hat dadurch etwa 350 Sonnentage im Jahr. Die Touristenhochburg Las Américas ist mit dem Auto knapp 20 Minuten entfernt und auch die Hauptstadt Santa Cruz ist über die Autobahn in einer halben Stunde zu erreichen. Durch die sonnige Südlage ist das Gebiet eher trocken, hat dafür aber einen direkten Zugang zum Strand und zu dem meist ruhigen Wasser.

Ein eigenes Auto ist hier sehr von Vorteil, denn über die Autopista Sur sind es zu den nächsten Orten nur wenige Minuten. Doch auch die grünen TITSA- Busse fahren hier in regelmäßigen Abständen, zum Beispiel die Linie 111 in Richtung Santa Cruz und Las Americas/Los Christianos. Aber auch die Linien 341, 116 und 115 fahren Abades an. Der Organisation der Busse sollte man auf ganz Teneriffa ein großes Lob aussprechen, da das Netz ihrer Fahrten sehr gut strukturiert ist und man eigentlich immer überall hinkommt. Umweltbewusst und preiswert wohlgemerkt.

Activitäten

Da sich Abades als eher klein beschreibt, besitzt dieses Örtchen auch keine nennenswerten Sehenswürdigkeiten. Doch der 1902 erbaute Leuchtturm zwischen Abades und El Poris ist ein schönes Fotomotiv und strahlt nicht nur Licht sondern auch eine ganz bestimmte Stimmung aus.

Für Wasserfreunde ist Abades ein Paradies zum Tauchen und Schnorcheln und da hier fast immer die Sonne scheint und die Wellen ruhig sind, ist die Bucht von Abades nahezu perfekt.


Strände

In Abades befindet sich einer der seltenen goldgelben Strände der Insel. Da auf Teneriffa Strände mit schwarzem Vulkansand dominieren, ist ein weißer Strand die absolute Ausnahme. Zudem ist es ein idyllischer, nicht stark frequentierter Strand, der lediglich an den Wochenenden von den Einheimischen besucht wird. Der Strand befindet sich direkt hinter der Siedlung und ist gut zu erreichen. Neben ihm gibt es eine kleine Bucht, die FKK-Liebhabern einen Rückzugsort bietet.


Feste

Fiesta del Carmen

Jedes Jahr am 16. Juli findet das Fest zu Ehren der Schutzpatronin Santa Carmen statt. Sie wird geehrt, weil sie die Fischer bei ihrer Arbeit auf dem Meer beschützt. Das Fest wird mit Musik und Tanz gefeiert, vor allem aber mit sportlichen Wettkämpfen, wobei das Bootsrennen besonders beliebt ist.