Übersicht von Los Cristianos

Obwohl der Süden bekannt ist für seine lückenlose Bebauung mit modernen Hotelanlagen, gibt es in Los Cristianos noch alte Gebäude im typisch spanischen Stil zu betrachten. Wer sich auf die Suche begibt, der findet noch altspanische Strukturen des ehemals kleinen Fischerdorfes. Es gibt in Los Cristianos eine Fülle von Unterkünften für jeden Geldbeutel. Der Weg zum Meer ist quasi nicht zu verfehlen und übertrifft die meisten Erwartungen. Familien sind hier an den überwachten und breiten Stränden gut aufgehoben, Paare können ihre Zweisamkeit genießen und Reisegruppen werden wohl mehr von der Nacht als vom Tag mitbekommen. Der Hafen und die Nähe zum Südflughafen macht Los Cristianos zum infrastrukturellen Zentrum. Es ist trotzdem kein Massenauflauf zu befürchten, da Besucher aufgrund der ganzjährig hohen Temperaturen nicht nur die Stadt bevölkern, sondern sich auch auf die Strände verteilen. Trotzdem ist Los Cristianos das Reiseziel vieler Touristen – vor allem derjenigen, die viel Wert auf Entspannung und Service legen oder für jene, die bereit sind mit dem Guagua (Autobus) die kulturellen Schätze der Kanareninsel Teneriffa zu entdecken.

Geschichte und Gründung

Erstmals wurde Los Cristianos im 16. Jahrhundert erwähnt. Bereits damals gab es den Hafen. Vom 17. bis zum 19. Jahrhundert mussten sich die Einwohner vor allem gegen Angriffe von Piraten zur Wehr setzen. 1934 wurde der Hafen für ausfahrende Schiffe erweitert und entwickelte sich langsam zum Geschäftszentrum für Import und Export.

Als es im Jahr 1914 Teofilo Bello Rodríguez gelang, Wasser aus den Bergen um Vilaflor in die öde Wüstenlandschaft zu leiten, standen Los Cristianos ganz neue Perspektiven offen. Erstmals konnte man in dieser Region etwas anpflanzen und regelmäßig bewässern. Während des Zweiten Weltkrieges wurden entlang der Küste drei kleine Wehrburgen gebaut, da man einen Angriff durch die Engländer fürchtete. Teilweise sind diese Defensivanlagen auch heute noch intakt.Zu Beginn der Tourismuswelle im 20. Jahrhundert besuchten vor allem Gäste aus den nordischen Ländern Los Cristianos. Damals standen noch nicht Sonne und Strand im Mittelpunkt, sondern therapeutische Gründe: Das milde, sonnige Klima und die salzhaltige Meeresluft wirken sich positiv auf viele Atemwegsleiden und Allergien aus. Seither hat sich der Besucherstrom vervielfacht und heute ist Los Cristianos das Herz des Tourismus auf Teneriffa.

Nur das Zentrum von Los Cristianos erinnert noch daran, dass dies einst ein beschauliches kleines Fischerdorf war, das sich innerhalb kürzester Zeit zur heimlichen Hauptstadt in Teneriffas Süden entwickelt hat. Ausgangspunkt hierfür sind die Nähe zum Flughafen und der Hafen mit seinen zahlreichen Fährverbindungen zu den anderen Kanarischen Inseln.

Wirtschaft

Als Folge des Tourismusbooms wurde die Landwirtschaft aufgegeben – die letzte große Bananenernte war im Jahr 1990. Heute ist Los Cristianos ein geschäftstüchtiges Touristenzentrum und zieht jedes Jahr hunderttausende von Besuchern an. Dutzende von Hotels und Selbstversorger-Ferienwohnungen stehen zur Verfügung. Viele können direkt oder über große Reiseveranstalter gebucht werden. Die tourismusverwandten Branchen sind demzufolge die wichtigsten Arbeitgeber in der Region.
Los Cristianos ist durch den Hafen ein wichtiges Handelszentrum für den Süden von Teneriffa.

Kultur und Einwohner

Hier leben noch verhältnismäßig viele einheimische Bürger. Sie fühlen sich wohl in Los Cristianos. Generationsübergreifend leben und arbeiten die meisten hier wegen der Vorteile, die ihnen die Tourismusbranche verschafft. Eine gute Infrastruktur und ein fester Arbeitsplatz während des gesamten Jahres sind nicht in jedem Ort auf Teneriffa selbstverständlich. Viele Einheimische sind sogar extra wegen der guten Arbeitsbedingungen in den Süden gezogen. 

Lage

Los Cristianos liegt zusammen mit dem benachbarten Playa de las Américas an der eher trockenen Südküste von Teneriffa. Beide Touristenhochburgen sind mittlerweile so verschmolzen, dass man gerade als Besucher die Ortsgrenzen nicht definieren kann. Allerdings hat Los Cristianos im Gegensatz zu Las Américas noch einen historischen Ortskern. Dieser erstreckt sich entlang der Fußgängerzone bis zum Strand hinunter. Im anliegenden Hafen fahren Fähren zu den Nachbarinseln La Gomera, La Palma und El Hierro. Los Cristianos liegt 15 Kilometer westlich vom Südflughafen Reina Sofia. Es wird immer weiter ins Hinterland gebaut, damit niemand in die Verlegenheit kommt zu sagen: „Tut mir leid, wir sind ausgebucht!“.

Den kanarischen Urlaubsort Los Cristianos erreicht man, je nach Ausgangsort, mit den Buslinien 110, 111, 342, 343, 450, 472 und 473.