Isla de la Montaña Clara

Übersicht

Die zur Gemeinde Teguise auf Lanzarote zugehörige Insel Isla de la Montaña Clara zählt zu den sieben kleinen Inseln der Kanaren und gehört gleichzeitig zu den nördlichen Ausläufern der kanarischen Inselgruppe. Zusammen mit La Graciosa, Alegranza und den beiden Felsen Roque del Oeste und Roque del Este ist sie Teil des Chinijo Archipels. Die Gesamtfläche der Montaña Clara beträgt 1,48 Quadratkilometer und sie ist vom Norden der Insel La Graciosa nur zwei Kilometer entfernt. Von La Graciosas bekanntem Strand Las Conchas hat man einen wunderschönen Blick auf die kleine Nachbarinsel.

Das Eiland besteht aus einem Schichtvulkan, dessen Krater 256 Meter aus dem Meer ragt. Ihren Namen erhielt sie aufgrund der hellen Farbe des Vulkans. Dies ist für einen Schichtvulkan, bestehend aus sich abwechselnden Lava- und Lockermasseschichten, nichts ungewöhnliches. Sie werden auch graue Vulkane genannt, da sie graue, erkaltete Gesteinsreste aus der Erde empor befördern.

Wer sich darauf freut, die unberührte Insel zu erkunden, wird ohne Sondergenehmigung keine Berechtigung dazu bekommen. Montaña Clara war noch nie dauerhaft bewohnt und das Betreten der Insel ist strengstens verboten. Im Jahr 1957 wurde sie vom damaligen Bürgermeister der Stadt Haría (Lanzarote) gekauft und ist seither in Privatbesitz. Dies soll sich jedoch bald ändern. Seit drei Jahren steht die Insel für neun Millionen Euro zum Verkauf. Privatpersonen kommen diesmal als Käufer nicht mehr in Frage. Im September 2007 wurde für dieses Fleckchen Land im Atlantik die Gemeinnützigkeit erklärt.

Schon seit 1986 ist die Isla de la Montaña Clara Teil des Naturparks Parque Natural del Archipiélago Chinijo. Darüber hinaus steht sie durch die seit 1994 bestehende Zugehörigkeit zum Naturreservat Reserva Natural Integral de los Islotes unter besonderem Schutz. Der Roque del Oeste und Este genießen den gleichen Schutzstatus.

Ein paar Bewohner beherbergt die Vulkaninsel dennoch, darunter auch endemische Arten wie die kanarische Spitzmaus, die ausschließlich hier beheimatet ist. Besonders See- und Zugvögel finden sich zu ihren jeweiligen Brutzeiten hier ein, zum Beispiel die kleinen schwarzen Sturmschwalben und die graubraunen Gelbschnabel-Sturmtaucher. Des weiteren leben Fischadler sowie Eleonorenfalken auf der Insel. Letztere sind in Mitteleuropa nur noch selten vorzufinden, wobei ihr Bestand nicht als gefährdet gilt.