Puntagorda

Übersicht 

La Palma klingt nach Urlaub und Erholung. Im mit grünen Pflanzen bewucherten Nordwesten der Insel liegt ein kleines, idyllisches Dörfchen namens Puntagorda. Dieses klingt nicht nur nach Urlaub, sondern auch noch nach Romantik. Das kleine Kuschel-Örtchen wird nur von ungefähr 1800 „Schmusekatzen“ bewohnt.

Im Februar kommt es zum Höhepunkt: Ein Teppich aus blühenden Mandelbäumen überzieht die Landschaft. Jährlich wird mit dem Mandelblütenfest dieses Ereignis gebührend gefeiert.

Wirtschaft

Der Ort hat sich bis heute nicht dem Massentourismus verschrien. Er lebt kleinbürgerlich von ein paar Geschäften und den Touristen, die einen Urlaub mit Ruhe und idyllischer Landschaft verbringen wollen. 

Kultur und Einwohner

Der idyllische Ort misst nur 31,10 Quadratkilometer und wird von ungefähr 1.800 Einwohnern besiedelt. Diese schätzen vor allem die Ruhe, die auch durch die einkehrenden Touristen nicht gestört wird. Auch die Besucher fügen sich nahtlos in die Idylle ein, die das kleine Örtchen bietet. Nicht umsonst gilt Puntagorda als eines der beliebtesten Urlaubsziele im Nordwesten von La Palma für Menschen, die Ruhe und Natur suchen.

Die Bauern vergangener Jahrhunderte kultivierten die verschiedenen Mandelsorten, für die das Dorf bekannt ist. Diese sind unerlässlich für die traditionellen Backwaren der Gegend, zum Beispiel die Mandelplätzchen. Auch für einen süßen Akzent bei Fleisch- und Fischgerichten werden sie gerne verwendet. Den Höhepunkt bildet allerdings das Mandelmuß, welches als köstlicher Brotaufstrich oder als Zusatz für Süßspeisen einen Gaumengenuss bietet. Hergestellt wird diese Spezialität aus den hiesigen Mandeln ganz ohne Konservierungsmittel. Somit wird nicht nur etwas für das Geschmackserlebnis, sondern auch für die Gesundheit getan. 

Lage und Vegetation

Die ländliche Siedlung Puntagorda liegt im Nordwesten der beliebten Urlaubsinsel La Palma. Abgegrenzt wird der kleine Ort mit seinen 31,1 Quadratkilometern durch tiefe Schluchten zu den Nachbargemeinden, durch den Barranco de Izcagua (Schlucht von Izcagua) nach Las Tricias (Garafia) im Norden und den Barranco de Garome (Schlucht von Garome) nach Tinizara (Tijarafe) im Süden. Im Westen reicht die Siedlung hinunter bis ans Meer, im Osten bis hinauf an den Rand der Caldera, mit der Grenze zur dritten Nachbargemeinde namens El Paso. Der Berg Roque Chico ist mit 2368 Metern die zweithöchste Erhebung Puntagordas. Ganz in der Nähe befindet sich der Roque de los Muchachos, der höchste Berg der Insel mit 2426 Metern. Beide Berge sind Teile des Kraterrandes der Caldera de Taburiente. Die Caldera ist ein spanischer Nationalpark, die gesamte Insel ist zudem Biosphärenreservat der UNESCO.

Puntagorda zählt zu den Orten mit den meisten Sonnenscheintagen auf La Palma. Trotzdem ist das Klima sehr angenehm. Die meist vorherrschenden Nordostwinde (Passatwind) werden von den Bergen abgehalten, die Wolken bleiben ebenso fern. Die Sommertemperaturen sind moderat, das Wetter im Winter oft vergleichbar mit schönen Sommertagen in Deutschland. Wer sich hier über das Wetter beschwert, der meckert auf sehr hohem Niveau. Durch die Höhenlage sind die Temperaturen angenehmer als am Meer, die Luft ist zudem mild und unverbraucht.


Sehenswürdigkeiten  

Neben den landestypischen Kirchen und Gassen, gibt es den Aussichtspunkt (Mirador) de Miraflores, von dem aus ein wunderbarer Blick über Puntagorda sowie die üppige Landschaft genossen werden kann. 

La antigua iglesia de San Amaro

„La Antigua iglesia de San Amaro“, für die deutschen Touristen „die alte Kirche von San Amaro“, liegt im unteren Teil des Ortes und war einst (1617) das erste Gotteshaus in Puntagorda. Das Gründungsdatum ist nicht ganz sicher, weil die Archive in der Pfarrei bei einem Brand am 31. August 1811 vernichtet wurden. Zahlreiche Pilger besuchen diesen geschichtsträchtigen Ort seit Jahrhunderten.

Drachenbaum in El Roque

Der windschiefe Drachenbaum im Vorort El Roque soll einer der ältesten der ganzen Insel sein. Neben Foto-Erinnerungen vom Baum selber können von dieser Stelle aus auch schöne Bilder von der gesamten Region gemacht werden, da ein toller und weiter Ausblick zu genießen ist.


Aktivitäten 

Puntagorda hat zudem ein öffentliches Freibad–  nicht selbstverständlich für eine so kleine Gemeinde. Es ist behindertengerecht eingerichtet (mit einem Rollstuhl-Lift) und bietet so Badespaß für jedermann.

Erholungspark El Fayal
Der idyllische Gemeinde- und Kiefernwald El Faysal gehört zu Puntagorda. Ein Kinderspielplatz lädt die kleinen Gäste ein, ein Wanderweg die großen zum Spazierengehen und Entspannen. Am nördlichen Ortsausgang von Puntagorda ist von der LP-1 aus links abwärts bereits „El Faysal“ ausgeschildert.

In dem öffentlichen Freizeitgelände bieten sich ebenso genügend Möglichkeiten zum Picknicken, das Zelten ist allerdings nicht gestattet.


Feste  

Romantisch, bunt und fröhlich: So präsentiert sich jedes Jahr aufs Neue, meist Ende Januar beziehungsweise Anfang Februar, die Fiesta del Almendro en Flor, zu Deutsch „das Mandelblütenfest“. Mit viel Musik sowie bei gerösteten Mandeln und Wein wird hier ein unvergessliches Fest gefeiert, das sich stets nach der Blütezeit der Mandelbäume richtet.

San Mauro Abad

In der zweiten Augusthälfte gibt es ein Fest zu Ehren des Schutzheiligen San Mauro Abad. In einer Zeremonie wird sein Abbild von der Kirche in Pino zu der alten Wallfahrtskirche, die nach ihm benannt ist, getragen. So hat man mit dem Mandelfest jedes halbe Jahr einen Grund zum Feiern.


Restaurant 

Puntagorda hat mit dem Ortsteil El Pinar ein Zentrum, in dem sich neben Geschäften auch Kneipen niedergelassen haben. Man gelangt dorthin, wenn man von der Kreuzung vom Rathaus dem Schild zum Restaurant „La Brasa“ folgt.

Die Gemeinde betreibt auch zwei Internet-Cafés mit Zugang ins Netz, den die Urlaubsgäste unentgeltlich nutzen können. Wenn schon kein Strand in der Nähe ist, so kann man wenigstens im Internet surfen.

Auch Restaurants sind im kleinen Örtchen vertreten: Neben der einheimischen gibt es auch internationale Küche.


Einkaufen 

Im Ort findet man alles für den täglichen Bedarf. Von Lebensmittelläden, Banken mit Geldautomaten und Poststellen über Apotheken bis hin zur Schlachterei ist alles vorhanden.

Mercadillo (Markt)
Jedes Wochenende findet in Puntagorda ein Mercadillo (Markt) statt. Ausschließlich in der Region produzierte Ware wird hier verkauft. Samstags von 15:00 Uhr bis 19:00 Uhr und sonntags von 11:00 Uhr bis 15:00 Uhr öffnet der Markt seine Tore. Besonders zu empfehlen sind das traditionelle Mandelmuß aus Puntagorda, der einheimische Honig und Ziegenkäse. Letztgenannter wird, einzigartig auf den Kanaren, ausschließlich aus vollbiologischer Rohmilch hergestellt.