Valle Gran Rey

Übersicht 

Die Gemeinde, die sich zum beliebtesten Ort für Touristen entwickelt hat, besteht aus den drei Orten La Calera, Vueltas und La Playa. In den umliegenden Regionen von Valle Gran Rey gibt es einige kleinere hübsche Ansiedlungen wie zum Beispiel Taguluche, Las Hayas und Arure. Erreichen können Sie Valle Gran Rey am schnellsten mit dem Schiff, das täglich von Playa Santiago, San Sebastián und Los Christianos (Teneriffa) aus losfährt.

Geschichte und Gründung

Der Name des Ortes liegt darin begründet, dass hier der mächtigste König der Ureinwohner lebte, das Guanchenoberhaupt Hupalupa.

Wirtschaft

Der Fremdenverkehr ist heute die Haupteinnahmequelle der Bewohner in Valle Gran Rey. Es gibt allerdings auch noch Bauern, die Gemüse, Mais und Kartoffeln anbauen sowie viele Bananenplantagen. Fischfang war und ist auch allgegenwärtig.

Lage und Vegetation

Das Tal, das in den 1970er und 1980er Jahren besonders viele Hippies angezogen hat, liegt zwischen den Klippen von Tegerguenche und Mérica, wo auch die Rieseneidechse von La Gomera ihren Lebensraum hat. Die oberen Hänge, Guadá, zeichnen sich durch ihre grünen Terrassen aus. Sie gehören zum üppigsten Palmenhain von La Gomera. Die große Anzahl an kleinen Terrassenfelder sollen verhindern, dass der knappe Boden nach unten weggeschwemmt wird. Das große Tal mit königlichem Namen beeindruckt mit hohen Felsen, die ein fruchtbares weites Tal beschirmen, voller kleiner Ansiedlungen von Kleinbauern, die in ihren Gärten Gemüse anbauen. Es gibt auch viele Bananenplantagen in diesem Gebiet. Dies alles macht den Blick auf das Tal so spektakulär und einzigartig. Diese wunderschöne Landschaft können Sie am besten vom Aussichtsrestaurant „El Palmarejo“ bewundern, das ein Werk von César Manrique aus Lanzarote ist.


Sehenswürdigkeiten 

Valle Gran Rey ist nicht nur der perfekte Ausgangspunkt für Wanderungen, Kletterpartien und Mountainbike-Touren, sondern auch zum Gleitschirmfliegen, Whale-Watching und Tauchen. Die Meeresexkursionen führen an der gomerischen Küste entlang zur Steilküste Los Organos

Statue Hautacuperche

Seit 2007 steht eine Bronzestatue am Strand von Valle Gran Rey zum Gedenken an einen der bekanntesten Rebellen der Insel. Die vier Meter hohe Statue zeigt Hautacuperche und steht in La Puntilla in der Nähe des Strandes mit dem Rücken zum Meer. Der Aufstand von Hautacuperche war 1488 und richtete sich gegen den spanischen Besatzer Hernan de Peraza, unter dem die Einwohner Gomeras litten. Der Auslöser für die Rebellion war, als die Prinzessin der Guanchen, Iballa, verfolgt wurde. Hautacuperche soll Hernan de Peraza mit einem Wurfspieß im Genick getroffen und getötet haben. Daraufhin erließ der Gouverneur von Cran Canaria, Pedro de Vera, den Befehl, alle Männer älter als 15 Jahre, die bestimmten Stämmen angehörten, zu töten. Frauen und Kinder wurden versklavt. Der Ausgang war tragisch, aber Hautacuperche wurde als Held gefeiert.

Mirador del Palmarejo

Im Jahr 1989 hat der Künstler César Manrique aus Lanzarote diesen tollen Aussichtspunkt erschaffen. Besucher können hoch über dem Tal den Blick auf die Anbauterrassen bis hin zum Meer genießen. In den Kakteengärten vor dem Aussichtspunkt befindet sich auch eine unauffällige Steilwand mit einer Tür aus dunklem Holz, die in ein Restaurant mit dem Namen Mirador César Manrique führt. Eine große Glaswand darin gibt einen weiten Blick nach außen frei.

Wallfahrtskirche del Santo

In dieser Kirche in Aurure wird jährlich am 16. August zu Ehren des Heiligen Salvador die Fiesta del Ramo (das Straußfest) veranstaltet. Jeweils ein Familie des Ortes stellt einen Strauß her, der eigentlich ein Baum ist und etwa 30 kg wiegt. Der Stamm wird mit Farn umwickelt und mit Blumen, Gemüse und Früchten aus den hiesigen Gärten geschmückt.

Wallfahrtskirche Los Reyes

Um zu dieser Kirche zu kommen, die von den Kanaren überbrachten Mudejar-Stil beeinflusst ist, muss man einen Wanderweg benutzen, der zwischen Schilfrohr etwas versteckt ist. Das Gotteshaus ist von einem kleinen Platz umgeben und liegt einsam am Fuß der Felswand. Vermutlich stammt sie aus dem 16. Jahrhundert, zurzeit als in dieser Region eine Zuckersiederei eingerichtet wurde. Die Grafen von La Gomera kamen von der Inselhauptstadt San Sebastián hierher und verbrachten längere Zeiträume hier. Die Kirche beherbergt einen Altaraufsatz mit dem Motiv der Anbetung der Heiligen Drei Könige aus dem 18. Jahrhundert.

Los Organos

Nahe der Ortschaft Vallehermoso an der nördlichen Küste von La Gomera befindet sich ein schön geformtes Felsmassiv, Los Organos genannt. Diese Basaltformation ist als die schönste der Kanaren bekannt. Die Klippen von Los Organos ragen 80 m hoch und 200 m breit aus dem Meer heraus und erinnern dabei ein wenig an Orgelpfeifen. Entstanden ist dieses Naturkunstwerk aus seit ewigen Zeiten erkalteten Lavamassen eines Vulkans. Die Erosion hat ihr Übriges getan und im Laufe der Zeit das Gestein freigelegt und es geschliffen. Die Los Organos können Sie in ihrer gesamten Größe nur vom Meer aus betrachten. Es werden deshalb Schiffsausflüge angeboten, vor allem in den Hafenorten Valle Gran Rey und Playa Santiago. 



Strände 

Playa del Inglés

Im Valle Gran Rey liegt dieser schöne Strand nördlich nicht weit entfernt vom Ort La Playa. Der Strand mit den Dünen und der Steilwand von La Merica gehört zu den beliebtesten Stränden von La Gomera

Charco del Conde

Die kleine Strandbucht Charco del Conde liegt an der Strandpromenade in La Puntilla und wird oft von Familien mit Kindern besucht, weshalb der Strand auch als Babybeach bekannt ist. Das hat auch einen Grund: Die kleine Lagune ist gut geschützt und bietet Kindern gute Bademöglichkeiten und viel, was es zu entdecken gibt.

Playa de Vueltas

An der Strandpromenade von Vueltas liegt – wer hätte es geahnt – der Playa de Vueltas. Er ist aufgrund der Hafenmauern, die ihn umgeben gut vor der Brandung geschützt. Die im Wasser liegenden Boote stören den Badebetrieb nicht. Ganz im Gegenteil: Die Segelschiffe und Yachten vor den Steilwänden lassen eine wunderschöne Kulisse entstehen.