Wandern auf Gran Canaria

Sie wollen Urlaub auf Gran Canaria, die eine der beliebtesten Inseln ist, machen? Wandern ist eine gute Möglichkeit die Insel in ihrer Vielfalt zu erkunden. So können Sie sich in Ihrem Urlaub entspannen, ohne den ganzen Tag am Pool zu liegen! Sind Sie schon einen der über 500 Jahre alten Wanderwege entlang gelaufen, oder abseits der Strände durch die Barrancos gewandert? Gran Canaria bietet seinen Wanderern und Entdeckern reichlich Gelegenheit, die kanarische Insel so intensiv wie möglich kennen zu lernen.

Gran Canaria ist eine Insel, die sich hervorragend für Wandertouren, also auch für Trekkingtouren eignet. Denn Gran Canaria hat viele, teils ausgebaute Wanderwege. Einige davon sind schon über 500 Jahre alt und wurden kurz nach der spanischen Eroberung von den kastilischen Königen erbaut. Kürzlich wurden etliche davon wieder instand gesetzt. Auch neue Wanderwege mit entsprechender Beschilderung sind hinzugekommen. So bleibt einem beim Wandern auf Gran Canaria nicht einmal der am weitesten entlegene Winkel dieser Kanareninsel verborgen.
Durch die abwechslungsreiche Flora von Gran Canaria wird jeder Ausflug zu einem einzigartigen Erlebnis. Der Süden bzw. Südwesten der Insel ist ziemlich trocken. Hier findet man recht wenige Pflanzen bis plötzlich ein Kiefernwald aus dem Boden ragt. Dennoch gibt es auch hier wirklich lohnenswerte Wanderziele, wie Barranco de Tirajana oder das Tal von Fatagana. Die beste Wanderzeit für den Süden der Insel ist der Winter.
Der Norden und Nordosten von Gran Canaria ist, im Gegensatz zum Süden, wesentlich grüner und „saftiger“. Selten gibt es hier auch im Sommer noch Täler die Wasser führen. In Höhenlagen von über 600 Meter kann man Kastanienwälder finden.
Auf engstem Raum vereint diese beeindruckende Insel Dünenfelder bei Playa del Ingels, Berge und bekannte Barrancos (Schluchten). Die wohl bekanntesten Barrancos auf Gran Canaria sind Barranco de la Virgen, Barranco von Agaete und Barranco de Cernicalos (Falkenschlucht).
Von tiefen Schluchten geht es hinauf zum höchsten Berg Gran Canarias, dem erloschenen Vulkan Pozo de las Nieves (1949 Meter). Dieser Berg liegt fast mittig im Zentrum der Insel und bietet einen wunderschönen Ausblick und einen vielfältigen Vegetationswechsel beim Aufstieg. Der Roque Nublo ist mit 1803 Metern zwar etwas niedriger, aber nicht minder eindrucksvoll. Er gilt als ein Wahrzeichen von Gran Canaria, da er schon von weitem sichtbar ist. Der Roque Nublo gehört somit zu den beliebtesten Wanderrouten der Insel. Von hier aus gibt es einen Pfad hinauf zum Hochplateau mit dem Monolithen aus Granit. Natürlich hat man vom Plateau aus einen wundervollen Blick über die gesamte Insel, das tiefblaue Meer, und man sieht sogar bis zur Nachbarinsel Teneriffa.
Die beste Wanderzeit auf Gran Canaria ist Januar bis Anfang Mai. Es ist in diesem Zeitraum nicht so warm wie im Sommer, aber auch nicht zu kalt. Zudem, und das ist ein großer Pluspunkt, fällt die Blütezeit vieler Pflanzen und auch Bäume in diese Zeit. Beispielsweise beginnt im Januar die Mandelblüte, die im Gebiet von Tejeda besonders beeindruckend ist. Ebenfalls ein Blickfang sind die ewiggrünen Lorbeer- und Baumheidewälder im Norden von Gran Canaria. Doch empfiehlt es sich, gerade bei Wanderungen in Baum- und Strauchgegenden, lange Hosen und festes Schuhwerk anzuziehen. Ein angemessener Sonnenschutz ist auch beim Wandern selbstverständlich, ebenso wie ein großzügiger Wasservorrat. Dann steht einer Erkundungstour auf Gran Canaria nichts mehr im Weg.