Übersicht von Puerto de Mogán

Übersicht

Puerto de Mogán auf Gran Canaria ist der einzige der sechs Häfen in der Gemeinde Mogán, der eine historische Entwicklung aufzuweisen hat.

Der Ort gilt als beliebtestes Ausflugsziel der Insel, auch wenn er stark touristisch geprägt ist. Das so genannte "Venedig von Gran Canaria" begeistert mit hübschen kleinen Häusern, Dachgärten, kleinen Brücken und Kanälen. Kleine Cafés und Restaurants, die direkt am Yachthafen liegen, runden das romantische Bild ab.

Der malerische Fischereihafen hat sich, obwohl – oder gerade weil – er nicht sehr bekannt ist, auf eine ganz andere Art dem Tourismus verschrieben als die übervölkerten Tourismuszentren von Playa del Inglés und Maspalomas. Der alte Hafenbereich wurde zu einem verkehrsfreien Dorf erweitert. Der mediterrane Stil, bunte Fassaden, kleine Gassen und Blumenmeere lassen den Ort märchenhaft erscheinen.

Eine wunderschöne Kulisse finde Urluaber hier, wenn die den Sonnenuntergang an der Hafenpromenade beobachten und den Fischern bei der Arbeit zusehen.

Bekannt ist die Region um Puerto de Mogán auch für das gute Klima. Die gesamte Gemeinde hat eine UNESCO Auszeichnung für eines der gesündesten Mikroklimata der Welt erhalten. Grund dafür sind vor allem die milden Temperaturen, die das ganze Jahr über herrschen, die saubere Umwelt, viele Sonnenstunden und geringer Niederschlag.

Geschichte und Gründung

Bevor der Ort Puerto de Mogán gebaut wurde, gab es das Dorf Playa de Mogán. Enge Gassen und steile Straßen schlängelten sich durch die wenigen Häuser, die hier standen. Am Strand entlang hatten die Fischer ein paar Hütten errichtet und gingen ihrer Arbeit nach. Ursprünglich lag die Küste dort, wo heute die Avenida de la Castillete durch die Stadt führt. Früher hatte der Ort keinen Hafen und die Fischer ließen ihre Boote am Strand zu Wasser.

Puerto de Mogán, wie es heute existiert, wurde in den 80er Jahren nach den Entwürfen von Raphael Neville gebaut. 1983 begannen die Bauarbeiten an dem Hafen, der 1988 fertiggestellt wurde.

Noch heute ist Puerto de Mogán ein aufstrebender Ferienort, jedoch wird bei den Um- und Neubauten darauf geachtet, den ursprünglichen Charme des Fischerdorfes zu erhalten. Die Regierung Gran Canarias will so verhindern, dass der Ort durch den Tourismus zerstört wird.

Die Innenstadt von Puerto Mogán besteht nur aus Fußgängerzonen. Die Gebäude dürfen nicht über zwei Stockwerke hoch sein und verfügen fast alle über Dachterrassen. Hier schwimmen die Gärten nur so in Blumen, die Pflanzenvielfalt des kleinen Venedigs reicht von Palmen bis hin zu Hibiskusblüten. Dieser Teil der Stadt erstreckt sich vom Hafen aus einmal an der Hafenpromenade entlang. Restaurants und kleine Cafés und Gassen bringen ein ganz spezielles Ambiente in die Gegend.

Bögen, die mit vielerlei Blumen geschmückt sind, verbinden die Häuser auf den jeweiligen Gassenseiten. Das Venedig Gran Canarias bekam seinen Namen aufgrund der vielen kleinen Kanäle, die sich hier entlangschlängeln.

Anfahrt

Mit dem Auto: Von Las Palmas erreicht man Puerto de Mogán, indem man die Autobahn GC-1 in Richtung Süden fährt bis man Puerto Rico erreicht. Von hier aus geht es über die Küstenstraße in Richtung Westen.

Mit dem Bus: Linie 1 fährt über Puerto de Mogán und die anderen Ferienorte mehrmals stündlich an der Südküste entlang bis zur Hauptstadt Las Palmas de Gran Canaria. Die Fahrt bis nach Las Palmas dauert etwa zwei Stunden.

In den Norden fährt die Linie 38. Nur zwei Mal täglich verlässt der Bus Puerto de Mogán nach San Nicolas.

Wirtschaft

Puerto de Mogán ist ein touristisch voll erschlossener Ort. Hotelburgen und Einkaufszentren wurden zwar einige Kilometer entfernt gebaut, gehören jedoch zum Ort dazu. Hier wird vor allem Tourismus für den etwas besser gefüllten Geldbeutel angeboten. Puerto de Mogán zählt zu den schönsten Orten Gran Canarias, dementsprechend können die Preise hier auch etwas gehobener sein.

Das zweite Standbein der Hafenstadt ist der Fischfang. Der Hafen wird noch heute ausgiebig von den Fischern genutzt. Im Landwirtschaftssektor tut sich seit einigen Jahren weniger. Viele der Felder um die Stadt liegen brach und nur wenige Weinanbauer konnten ihre Position behaupten, da Hotelketten die Ländereien um den Ort aufkauften. Da in Puerto de Mogán selbst keine Häuser höher als zwei Stockwerke gebaut werden dürfen, haben sich die Hotels auf das Umland konzentriert.

Lage und Vegetation

Der Ort Puerto de Mogán erstreckt sich entlang des Ausläufers des Barranco de Mogán. Diese sehr fruchtbare Schlucht war der Grund, aus dem sich das Munizip Mogán früher einmal gut entwickelte. Hier wachsen Bananen, Wein und vielerlei Früchte.

Puerto de Mogán liegt in einer der interessantesten Gegenden Gran Canarias: Eingebettet in eine wunderschöne Gesteinslandschaft und Felder mit tropischen Früchten befindet es sich in einem Tal, das mit kleinen, meerwassertragenden Kanälen durchzogen ist.

Das Klima ist mild und das ganze Jahr über herrschen angenehme Temperaturen zwischen 15 und 29 °C. Wenn es einmal regnet, dann blühen die vielen Pflanzen in besonders kräftigen Farben. Die beste Urlaubssaison für Landschaftsliebhaber ist der Frühling, wenn die Blumen blühen und ein sattes Grün den Barranco de Mogán überzieht.

Strandliebhaber und Sonnenhungrige können im Sommer und Herbst ihrer Lieblingsbeschäftigung frönen.