Übersicht von Las Palmas de Gran Canaria

Übersicht

Las Palmas de Gran Canaria bietet Einwohnern und Touristen eine unvergleichliche Kombination aus Sehenswürdigkeiten, Geschichte und Attraktionen: der schöne und saubere Strand Las Canteras, die lebendige Altstadt mit ihren historischen Gebäuden und kleinen Einkaufsstraßen, das Vergnügungsviertel und der Hafen sind nur einige davon. Die Auswahl an Aktivitäten reicht von am Strand liegen über Surfen und Tauchen bis hin zu Shopping, Kultur und Geschichte. Bezahlbare Hotels und eine einfache und kostengünstige Anreise sind ebenso garantiert.

Die Touristen bilden hier die Minderheit und so kann man echtes kanarisches Flair genießen. Abwechslungsreiches Essen, tolles Wetter und angenehme Wassertemperaturen sowie günstige Einkaufspreise runden den Urlaub ab. Sportbegeisterte kommen ebenfalls auf ihre Kosten: Surfen, Tauchen am La Barra Riff, Wellenreiten, Gleitschirmfliegen und Bootstouren, aber auch Tennis oder Minigolf kann man hier betreiben. Außerdem bietet Las Palmas mit typisch kanarischen Festen und Veranstaltungen rund um die Geschichte der Stadt das ganze Jahr über interessante Festivals und Kulturveranstaltungen.

Lage und Vegetation

Las Palmas de Gran Canaria liegt im Norden Gran Canarias, einer Insel des Kanarischen Archipels. Gran Canaria ist vulkanischen Ursprungs. Der höchste Punkt liegt bei 1949 Meter über Normalnull. Dabei handelt es sich um den erloschenen Vulkan Pico de las Nieves.

In Las Palmas de Gran Canaria ist es häufig stark bewölkt. Von den Einheimischen wird dies als „Panza de burro“ (Eselbauch) bezeichnet und ist ein klimatisches Phänomen. Es entsteht, weil die Passatwolken am Vulkanberg hängen bleiben. Deshalb hat sich der Tourismus von der Hauptstadt in den Süden Gran Canarias verlagert. Dort herrscht wüstenähnliches Klima, welches noch durch die Saharawinde verstärkt wird. Eine Studie hat Las Palmas de Gran Canaria allerdings als die Stadt mit dem besten Klima der Welt bezeichnet.

Im Norden der Insel gibt es viele natürliche Lorbeerwälder, die allerdings durch die intensive Nutzung durch den Menschen immer mehr zusammenschrumpfen.

Mit 381.847 Einwohnern ist Las Palmas de Gran Canaria die größte Stadt der Kanaren. Sie ist eine der Haupt- und Provinzstädte der Kanarischen Inseln.

Per Flugzeug oder Schiff erreicht man die Insel Gran Canaria sehr einfach. Der Flughafen Las Palmas liegt nicht, wie es dem Namen nach den Anschein macht, direkt neben der Hauptstadt. Man muss gute 20 Kilometer fahren, um in die größte Stadt der Kanaren zu kommen. Sie ist somit aber auch von störendem Fluglärm befreit.

Mit Taxis, einem Mietauto oder einem der zahlreichen Busse kann man ganz leicht von A nach B kommen. Die Kosten für einen Transport sind sehr viel geringer als in Deutschland und man kann mit der guten Busverbindung fast jeden Ort erreichen.

Geschichte und Gründung

Am 24. Juni des Jahres 1478 legte der spanische Eroberer Juan Rejon auf der mit Palmen gespickten Insel an. Die Einheimischen rieten ihm, das erste spanische Fort auf einer Anhöhe in der Nähe eines Flusses und des Meeres zu errichten. Auch hier wucherten die Palmen und als Rejon das Fort aus Palmenstämmen errichtete, legte er den Grundstein für den Namen der Stadt. Rejon nannte den Ort um den Barranco de Guiniguada (Barranco bedeutet Flussbett) „Real de las Palmas“. Seit der Eroberung von Gran Canaria im Jahre 1515 ist die Stadt unter ihrem heutigen Namen bekannt: Las Palmas de Gran Canaria.

Die Festung nahm schnell städtischen Charakter an. Beide Seiten des Flusses waren bereits im 16. Jahrhundert besiedelt. Die beiden Stadtviertel wurden Vegueta und Triana genannt. 

Während Triana sich zum Arbeits-und Wohnviertel entwickelte, entstanden in Vegueta Kirchen, Kathedralen und Regierungsgebäude. Auch die Adeligen wohnten hier und ihre noblen Häuser verschönerten die Gegend. Innenhöfe wie sie kanarischer nicht sein könnten, waren ihr Luxus.

Die meisten dieser Gebäude sind noch heute gut erhalten und erinnern an diese Epoche. 70 Prozent der Häuser in der Hauptstraße von Triana stehen unter Denkmalschutz, werden aber immer noch als Wohnhäuser, Restaurants oder Geschäfte genutzt.

Die Lage der Stadt machte sie strategisch wichtig für die Spanier. Christoph Kolumbus entdeckte die Wichtigkeit des Hafens der Insel im Jahre 1492, als er eines seiner Schiffe auf der Reise nach Amerika hier reparierte. Die Insel verband die alte mit der neuen Welt, hatte allerdings bis zum Ende des 16. Jahrhunderts nur wenige Einwohner. Lange Zeit herrschte hier ein sehr beschauliches und entspanntes Leben. Doch in den kommenden Jahrhunderten verdreifachte sich die Einwohnerzahl rapide auf rund 16.000 Menschen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts.

Als dann die Wirtschaftskraft des Landes wegen der strategischen, aber auch touristischen Bedeutung im 20. Jahrhundert anstieg, erhöhte sich natürlich auch die Einwohnerzahl drastisch. Die Stadt wuchs rapide an und das Stadtgebiet vergrößerte sich in Richtung Norden. Die Altstadt litt stark unter dieser Entwicklung.

Wohnungen in der einstigen Altstadt waren unbeliebt, da die neu entstandenen Stadtviertel lockten. Die Altstadt verwahrloste.

In den 60er Jahren wurden in Gran Canaria viele Umweltsünden begangen. Der Barranco de Guiniguada, die Überlebensquelle der einstigen Siedler, wurde zugeschüttet, um eine Autobahn zu bauen. Hier rauschen heute nur noch die Autos, nicht aber das Wasser des so geschichtsträchtigen Flusses. Der Bau der Autobahn gehörte allerdings zu einem der wichtigsten Schritte in Las Palmas Entwicklung. So wurde der Norden mit dem Süden der Stadt verbunden, was dazu führte, dass die bis dahin verwahrlosten Altstadtviertel Vegueta und Triana zum Mittelpunkt der Stadt wurden.

Die Altstadt wurde gerettet und viele Fassaden wurden renoviert, Kathedralen und Kirchen restauriert und die Patios (Innenhöfe) wieder verschönert. Einige ungenutzte Straßen wurden zu Einkaufszonen; Fußgängerzonen und Parks wurden errichtet.

Das touristische Zentrum von Las Palmas ist heute die Altstadt mit ihren geschichtsträchtigen Häusern. Mit ihren kleinen Straßen ist sie für Einheimische wie für Touristen ein spannender Ort. Museen, Kunstgalerien, Kulturzentren, Bibliotheken und unzählige Geschäfte machen die Altstadt zum kommerziellen und sozialen Zentrum.

Eine der neusten Errungenschaften der Stadt war der Bau einer Umgehungsstraße, die die bis dahin einzige und wichtigste Verbindungsstelle zwischen Norden und Süden der Stadt, die Avenida Maritima, entlastet. So ist die Altstadt zu einem Zentrum der Erholung geworden.

Wirtschaft

Der Hafen Puerto de la Luz ist der bedeutendste Wirtschaftsfaktor von Las Palmas. Mit der Verladung von mehr als 20.000.000 Tonnen Gütern, davon 1,5 Millionen Tonnen Öl, ist Puerto de la Luz einer der größten Ölumschlagplätze der Welt. Einige Experten bezeichnen ihn als wichtigsten Hafen Südeuropas und Ostafrikas.

Puerto de la Luz ist unter den 80 größten Häfen weltweit, was den Containerverkehr betrifft.

Auch der Fischumschlag ist beträchtlich. Durch die fischreichen, afrikanischen Küsten passieren etwa 1000 Tonnen Fisch täglich den Hafen.

Der Sporthafen Puerto Deportivo mit seinem Kreuzfahrttourismus und einer Aufnahmekapazität von mehr als 850 Yachten und Booten ist der größte der Kanaren.

Wirtschaftlich ebenfalls relevant sind die Grupo Kalise Menorquina (ein Desserthersteller), Tirma (eine Kaffeerösterei) und CCC (eine Brauerei, die auch auf Teneriffa produziert).