Mogán

Übersicht 

Das flächenmäßig zweitgrößte Gebiet Gran Canarias ist Mogán. Das Munizip liegt im Südwesten der Insel und hat circa 16.000 Einwohner. Zur Gemeindegehören mehrere Orte. Der Hauptort Mogán liegt im Barranco de Mogán.

Die Landschaft ist äußerst reizvoll. Das fruchtbare Tal bietet viel Abwechslung, vor allem für Wanderungen ist es sehr interessant. Im Barranco de Mogán wachsen Zitronen, Mangos, Papayas, Auberginen und Bananen. In Gewächshäusern werden Zier-und Schnittblumen gezüchtet und von hier aus exportiert.

Das Bergdorf Mogán liegt an den Hängen des Zentralmassivs in etwa 250 Metern Höhe. Hier leben nur etwa 700 Menschen, doch durch die wunderschönen Gärten, die die Bewohner gewissenhaft pflegen, werden immer wieder Scharen von Touristen angezogen. Zwischen Blumen und Palmen befinden sich schöne Restaurants in weißen Häusern. Das kleine Dorf besticht durch seine wild-romantische Landschaft. Agaven, Kanarische Kiefern und Palmen sowie Geranien, Oleander und Bougainvillea wachsen hier.

Geschichte und Gründung

Niemand weiß genau, woher der Name Mogán stammt. Einige Experten nehmen an, dass er so viel bedeutet wie „Haus von Gott“. In Mogán, genauer dem Gipfel von Tauro, befand sich nämlich ein heiliger Platz. Dieser Ort wurde von den Schäfern als Kirche der Kanaren bezeichnet.

Man ist sich noch nicht sicher, wie weit die Geschichte von Mogán zurückreicht, doch die Forscher gehen davon aus, dass die ersten Ureinwohner schon im vierten Jahrhundert vor Christus hier ihre Siedlungen bauten.

1479 zogen die spanischen Siedler dann auch in Mogán ein. Endgültig erobert haben sie das Land aber erst 1483, nachdem die Ureinwohner starken Widerstand geleistet hatten.

Wegen des Wassermangels in vielen Gebieten wurden nur einige wenige Orte im Bezirk Mogán besiedelt.. Allerdings wurde so viel Geschichte aus Vorzeiten erhalten und auch die Lebensweise ist traditioneller als in den großen Städten.

1814 wurde im Gebiet die erste Pfarrkirche, San Antonio de Padua, errichtet. 1833 bekam Mogán auch ein Rathaus – der Beginn der ökonomischen und politischen Autonomie der Region. Von da an lebten die vom Rest der Insel weitestgehend abgeschnittenen Gebiete vom Export von Früchten. Auch der Fischfang stellte sich als lukrativ heraus.

Mit dem Bau der Hafenstadt Puerto Rico im Jahre 1967 begann in Mogán der Tourismus zu florieren.

Wirtschaft

Dank des Wasserreichtums im Barranco de Mogán konnte sich die Landwirtschaft in dieser Gegend entfalten. Verschiedene Pflanzen wurden von hier exportiert. Neben Zitronen, Bananen, Papayas, Auberginen und Mangos wurden auch Schnitt- und Zierblumen in Gewächshäusern gezüchtet und exportiert. Doch heutzutage spielt die Landwirtschaft im Bezirk Mogán kaum noch eine Rolle.

Der Tourismus hielt Einzug und wurde durch die schöne Küste und die reiche Vegetation im Tal immer weiter vorangetrieben. Die großen Städte befinden sich hauptsächlich an der Küste, denn hierher zieht es die meisten Touristen. Im Bezirk Mogán liegen die Städte Arguineguín, Playa de Mogán (Mogán Beach), Puerto de Mogán, Playa de Diabillo und Puerto Rico de Gran Canaria.

Lage und Vegetation

Der Bezirk Mogán erstreckt sich im Südwesten von Gran Canaria über 170 Quadratkilometer und reicht von der Küste bis ins Bergland. Man findet verschiedenste Vegetationsstufen: Wälder und eine große Pflanzenvielfalt begeistern im Barranco de Mogán. Bei Temperaturen zwischen 15 und 25 °C ist das Klima sehr angenehm. Nur in den Wintermonaten kann man von Regen überrascht werden.

Mogán hat eine ganz besondere Auszeichnung erhalten, welche nur den wenigsten Orten der Welt zuteil wird: Die UNESCO zeichnete das Mikroklima des Munizips Mogán als eines der gesündesten weltweit aus. Die saubere Umwelt, die windgeschützte Lage, die angenehmen Temperaturen, viele Sonnenstunden und die geringen Niederschläge sind Gründe hierfür.

Mogán liegt etwa 12 Kilometer von der Küste entfernt im Landesinneren.

Mit dem Auto: GC-1 bis Ausfahrt 58/59

Mit dem Bus: Mehrere Busse verkehren zwischen Mogán und den wichtigen Verkehrsknotenpunkten.


Sehenswürdigkeiten 

Küstengebiete:
Die Häfen von Mogán sind eine Reise wert. Die schön angelegten Küstengebiete, Marinas genannt, begeistern nicht nur Segler. Kleine Fischerboote zwischen Kreuzfahrtdampfern und prächtigen Yachten lassen einen vom großen Seeabenteuer träumen.
Mit der Fähre kann man von Hafen zu Hafen fahren und den Wellengang auf See am eigenen Leib erfahren.
Puerto Rico und Puerto de Mogán sind die beiden ersten Adressen für Touristen. Die Hafenstädte locken mit vielerlei Aktivitäten und traumhaft schönen Stränden. Die Marinas der Orte sind äußerst sehenswert und beliebt bei Wassersportlern. Teure Yachten liegen neben Fischerbooten und Jetskis. In Puerto de Mogán kann man sogar mit einem U-Boot in See stechen und so die Unterwasserwelt des Atlantiks hautnah erleben.

Kulturelles Erbe:
Die Kirche San Antonio de Padua war von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung der Region. Sie war die erste Kirche, die hier erbaut wurde. Die Gestaltung der Kirche ist einfach aber schön. In ihrem Inneren befinden sich Gemälde von San Antonio de Padua, LA Inmaculada und La Dolorosa.


Aktivität 

Das Bergland von Mogán eignet sich großartig zum Klettern, Wandern und Mountainbiken. Die Schönheit der häufig unberührten Landschaft ist beeindruckend. Schwere sowie einfachere Touren laden Fortgeschrittene sowie Anfänger zu Wandertouren ein.

Segeln, tauchen, surfen, windsurfen, schnorcheln und schwimmen kann man am Küstenstreifen der Gemeinde Mogán. Das sind die beliebtesten Aktivitäten. Doch auch Hochseefischerei wird hier betrieben. Wunderschöne Riffe und Korallen lassen sich beobachten und Unterwasserhöhlen beim Tauchen erforschen. An Land kann man verschiedenen Sportarten nachgehen. Tennis, Squash und Golf sind nur einige davon.

Der Wasserpark Atlantida liegt in der Nähe von Puerto Rico und bietet mit seinen Rutschen, Wasserbecken, einem Restaurant und sogar einem Kindergarten Spaß für Jung und Alt gleichermaßen.

Whale-Watching:
Von Mogán aus starten mehrere Walbeobachtungsfahrten. Machen Sie sich keine Sorgen. Die Boote müssen gewisse Regeln einhalten, damit die Wale nicht in Ihrer Ruhe gestört werden, zum Beispiel dürfen Gruppen maximal 30 Minuten bei den Walen bleiben und müssen einen Sicherheitsabstand halten. So wird die Sicherheit der Tiere gewärleistet.


Strände 

Die Region Mogán verfügt über einen breiten Küstenstreifen. Der Playa de Mogán, Puerto Mogán und Puerto Rico sind nur einige Stellen, an denen man den Tag am Meer genießen kann.

Hier beeindruckt die Küste. Neben Strand und Häfen sind auch die Steilküsten der Region Attraktionen für sich. Das Wasser ist an jedem der Strände ruhig und so können Kinder hier toll spielen.

Natürlich befinden sich im Bergland keine Strände. Wer also den Ort Mogán selber aufsucht, wird nicht ins Wasser springen können.

Amadores

Der weiße Sandstrand ist 800 Meter lang und damit der längste der Region. Erst vor kurzem wurde er mit neuem Sand aufgefüllt. An der schönen Strandpromenade gibt es Duschen und Umkleidekabinen, nach einem langen Strandtag kann man in einem der Cafés gemütlich entspannen. Ein Spazierweg verbindet Puerto Rico mit dem Strand.

Art del Mar

Dieser mit hellem Sand ausgestatteter Strand ist 80 Meter lang. Er gehört zu den größten Time-Sharing-Residenzen der Kanarischen Inseln, ist aber trotzdem für die Öffentlichkeit zugänglich. In der Umgebung gibt es neben einer Strandpromenade auch ein Einkaufszentrum, ein Bootsanleger und einen kleinen Park.

Arguineguín

Der Strand, der mit hellem Sand und Kieselsteinen ausgestattet ist, liegt in der kleinen Stadt Arguineguín. Das Wasser ist ruhig, sodass der Strand bei Familien beliebt ist. In Arguineguín findet jeden Dienstag ein kleiner Markt statt. Restaurants und Lokale des Ortes werden wegen ihres gemütlichen Ambientes gerne besucht. Zwischen den Appartements und Hotels stehen auch einige Häuser, die Einheimischen gehören.

El Cura

Der etwa 200 Meter lange Strand verfügt über eine kleine Promenade mit Restaurants und Cafés. Es gibt einen Kinderspielplatz, sodass Familien sich hier sehr wohl fühlen.

El Medio Almund

Dieser FKK-Strand in ländlicher Lage wird gerne von Einheimischen aufgesucht. Etwas ab von den touristischen Gegenden gibt es hier nur einen kleinen Kiosk, in dem man allerdings alles Nötige für einen Strandtag findet.

Playa de Mogán

Der Stadtstrand von Puerto de Mogán ist etwa 200 Meter lang und liegt in einer geschützten Bucht. Vom Ort aus kann man den Strand leicht zu Fuß erreichen, außerdem befinden sich hier Parkplätze und auch eine Bushaltestelle. Besonders Familien mit kleinen Kindern schätzen den goldgelben Sandstrand wegen des sanften Wellenganges und dem flachen Wasser. Tauchen, Segeln, Schnorcheln und Hochseeangeln sind die beliebtesten Wassersportarten, die man hier betreiben kann. Hinter der Felsnase La Puntilla erstreckt sich ein Tauch- und Schnorchelrevier mit klarem Wasser und Unterwasserschätzen. Grotten und Felsen liegen im Wasser und man kann sogar die verfallene alte Kaimauer der Reede begutachten, wenn man ein geübter Taucher oder Schnorchler ist. Mit einem Paragliding-Anbieter ist eine sportliche Alternative zum Wasser vorhanden. Strandbars und Restaurants bieten gutes Essen an und sorgen für das leibliche Wohl der Strandgäste.

Veneguera

Den 190 Meter langen Sandstrand erreicht man, wenn man durch eine Schlucht fährt und dann einer elf Kilometer langen Schotterpiste folgt. Die Abgeschiedenheit ist ein Segen für gestresste Nerven, so kann man seine Sorgen vergessen.

Patalavaca

290 Meter heller Sandstrand, eine Promenade, die von Arguineguín bis nach Anfi del Mar führt, Restaurants, Bars und ein Kinderspielplatz machen diesen Strand attraktiv. Ein Besuch lohnt sich.

Puerto Rico

Inmitten des Urlaubsgebietes von Mogán befindet sich dieser 250 Meter lange helle Sandstrand. Diskotheken, Einkaufszentren, ein Aquapark, Hotels, Appartements, Restaurants und sogar ein Sportzentrum machen diesen Strand zur Touristenattraktion. Von Tauchen bis Bootstouren kann man hier jeglichen Wassersportarten nachgehen.

Taurito

Der zu einem Hotel gehörende Sandstrand ist 190 Meter lang. An der Strandpromenade kann man in eines der kleinen Restaurants einkehren. Ein öffentliches Schwimmbad befindet sich auf dem Weg zu diesem Strand – dieses kostet jedoch Eintritt.

Tauro

Der graue Sandstrand ist etwa 400 Meter lang und verfügt nur über einige kleine Läden und hier und da ein kleiner Lokal.


Feste 

Den Gemeinden in Mogán ist strak daran gelegen, ihre Kultur zu erhalten. Dafür gründeten sie die Folkloregruppe El Mocan und eine Schule für Folklore und Kunsthandwerk.

Romeria de San Antonio

Die Romeria de San Antonio (am 13. Juni) ist eine der wichtigsten Wallfahrten für die Menschen von Mogán. Gottesdienste und Weihen sind wichtigster Bestandteil der Festivitäten. Reiches Essen und Trachten runden die Stimmung ab und machen die Romeria zu einem besonderen Ereignis.

Die Paraden von Mogán und Arguineguín während der Romería sind ebenfalls berühmt. Die Einwohner zeigen sich jedes Jahr wieder begeistert über diese Veranstaltungen und geben sich viel Mühe bei der Ausgestaltung der Umzüge.

Die Konzerte von Veneguera

Auch sehr interessant sind die Konzerte von Veneguera. Neben den Musikdarbietungen werden traditionelle Sportarten, Lucha Canaria und Garrote, ausgetragen, handwerkliche Ausstellungen können besucht werden und einige Jahrmärkte versprechen Spaß für Groß und Klein.


Restaurants

Während man in Mogán ist, sollte man typischerweise Fisch aus der Region essen. Tapas – die typisch spanischen Vorspeisen – und Mojo – eine soßenähnliche kanarische Spezialität – sind hier unverzichtbar. Ziegen- und Kaninchenfleisch sind ebenfalls charakteristische Gerichte der Region. In vielen kleinen, gemütlichen Restaurants lässt sich gutes Essen genießen und bei toller Aussicht relaxen.

Nachtleben 

Im Örtchen Mogán selber sind die Nächte ruhig und beschaulich. Natürlich kann man auch hier einen schönen vino oder ein cerveca genießen, wer sich aber dem Nachtleben verschreibt, kommt in den Küstenorten eher auf seine Kosten.

Bars und Restaurants reihen sich in Playa Mogán aneinander, von Hotelbar bis hin zur Kneipe mit kanarischem Flair gibt es hier einiges zu entdecken. Wer wirkliches Clubfeeling haben möchte, kann mit dem Bus oder Taxi die Playa del Ingles aufsuchen und dort die Nacht zum Tag machen.


Einkaufen 

Mehrere Künstler sind hier ansässig. Ihre Arbeiten sind einzigartig und von besonderer Qualität. Liebhaber kommen voll und ganz auf ihre Kosten. In traditioneller Weise gefertigt, kann man von Stickereien bis hin zu Tonarbeiten alles finden, was das Kunstherz begehrt. Solche besonderen Stücke sollte man unbedingt in Mogán erstehen.

Wer sich eher für Touristenschnäppchen interessiert, sollte in eine der an der Küste liegenden Gemeinden fahren. Hier findet man Souvenirshops, Strandbedarfsläden und Stände mit allerlei netten Gegenständen, die an Teneriffa erinnern.