Wassersport auf Fuerteventura

Fuerteventura, die älteste und zweitgrößte Insel der Kanarischen Inseln, ist vor allem für ihre kilometerlangen Strände aus goldgelbem Sand bekannt. Doch sollte man seinen Urlaub nicht nur in der Sonne liegend verbringen. Diese scheint hier an mindestens 300 Tagen im Jahr. Die milden Außen-und Wassertemperaturen laden dazu ein, sich ins kühle Nass zu stürzen und die Insel von dort aus zu erkunden. Fuerteventura ist weltweit als Windsurf-Mekka bekannt. Jedes Jahr trifft sich hier das Who is Who der Windsurfszene und trägt den Surf World Cup aus. Unschwer zu erahnen, dass es hier jede Menge Hotspots gibt, an denen sich vom Anfänger bis zum Profi jeder austoben kann. Der Playa Sotavento im Süden ist der Wettkampfstrand und auf Grund der starken Winde und Wellenhöhe nur für Profis zu empfehlen. Ebenso verhält es sich mit Corralejo im Norden. Hier kommen gefährliche Strömungen hinzu, auf die es zu achten gilt. Anfänger finden in Caleta de Fustes im Osten der Insel geschulte Lehrer und ideale Bedingungen, um das Windsurfen zu erlernen. Auch am Strand Pozo Negra in Antigua gibt es gute Voraussetzungen für Anfänger. Nicht weniger beliebt ist das Kitesurfen. Die Passatwinde garantieren ganzjährig genug Schub für meterhohe Sprünge und halsbrecherische Stunts. Für Anfänger eignen sich lediglich einige Spots im Südosten der Insel, um sich auszuprobieren. Die starken Winde und unberechenbaren Strömungen um die Insel stellen ein großes Risiko für Unerfahrene dar. Kann man mit mehr Erfahrung aufwarten, kann man sich am Playa Sotavento ausprobieren. An diesem werden nämlich nicht nur die Windsurfmeisterschaften ausgetragen, sondern seit einigen Jahren messen sich hier auch die weltbesten Kitesurfer. Viele Profis pilgern ebenfalls an den Playa de Garcey. Hier findet man in Sichtweite vom Strand ein Schiffswrack, welches für zusätzlichen Nervenkitzel sorgt. Auf die spektakulärsten Wellen der Insel trifft man im Norden. In Corralejo treffen sich ganzjährig Profis im Wellenreiten, um die teils vier Meter hohen Wellen zu bezwingen. Etwas ruhiger ist es in der Umgebung des Leuchtturms El Cortillo. Unterschätzen sollte man die Wucht der Wellen aber auch hier nicht. Anfänger probieren sich am besten in Caleta de Fustes im Osten der Insel. Auch im Süden finden sie einige Spots, an denen sie ihre ersten Versuche mit dem Surfboard wagen können. Nicht weniger rasant, aber wesentlich leichter in der Handhabung sind Jet Skis, die man an vielen der 150 Sandstrände von Fuerteventura ausleihen kann. Schon Kinder ab 5 Jahren können an Jet Ski-Touren teilnehmen. Besonders schön ist eine Tour im Süden in der Umgebung des Hafenstädtchens Morro del Jable. Auch am Strand von Caleta de Fuste lohnt sich ein Ritt auf den Motorrädern der Meere. Wer es lieber ruhig angehen lassen möchte, kann besonders in die Gegend um Tarajalejo per Kajak erkunden. Angeboten werden auch Komi-Touren, bei denen man nicht nur die Umgebung besichtigt, sondern gleichzeitig angelt. Mit etwas Glück hängt bald ein großer leckerer Fisch an Ihrer Leine. In der Meersenge zwischen Fuerteventura und ihrer Nebeninsel Los Lobos lohnt es sich durchaus auch die Flossen, Taucherbrille und Schnorchel zur Hand zu nehmen. Hier trifft man auf Tintenfische, Barrakudas, Engelshaie und Thunfische. Wie überall auf den Kanarischen Inseln sollte auch hier auf Strömungen geachtet werden. Etwas tiefer in die Unterwasserwelt von Fuerteventura taucht man beim Tauchen ein. Die Nebeninsel Los Lobos gilt als Natur-und Meeresschutzgebiet. Dort gibt es allerhand endemische Pflanzen zu entdecken. Neben Engelshaien, Barrakudas und Tintenfischen begegnet einem hier auch schon mal der eine oder andere Hammerhai. Im Westen bei Ajuy gibt es sogar Höhlen aus Lava zu erkunden. Ob Anfänger oder Fortgeschrittener, jeder findet hier den richtigen Kurs. Ein Guide ist ratsam, da dieser ortskundig ist und sich mit den Risiken genauso auskennt wie mit den schönsten Flecken der Insel.