Pájara

Pájara liegt im Südwesten Fuerteventuras und ist das Verwaltungszentrum für den gesamten Inselsüden. Die in einem Tal gegründete Stadt ist umgeben von bis zu 600 Metern hohen Bergen und bietet viele Grünanlagen in sehr gepflegter Umgebung an.

1612 wird der Ort erstmals schriftlich erwähnt. Der Name Pájara heißt so viel wie Rebhuhn, denn früher sollen hier sehr viele dieser Tiere gelebt haben. Im 17. Jahrhundert begann die Stadt sich auszudehnen. Damals lebten die Einwohner von Pájara noch von Viehzucht, Landbau und Fischfang. Bedeutsam war auch der Handel, der über mehrere Häfen innerhalb der gleichnamigen Gemeinde erfolgte. Pájara ist die südlichste Gemeinde Fuerteventuras und grenzt an die Gemeinden Betancuria und Tiuneje. Heute lebt die Gemeinde, wie fast alle Teile Fuerteventuras, vom Tourismus.

Im Gegensatz zu anderen Orten finanziert sich Pájara allerdings nicht mit dem eigenen Tourismus, sondern hält sein Stadtbild mit den Steuereinnahmen anderer Städte aufrecht. So müssen die Bewohner von Touristenhochburgen wie Jandía und Costa Calma Steuern zahlen, die Pájara wohlhabend machen. Dieses Geld wird für die Stadtpflege verwendet und erklärt die schönen Grünanlagen, Stadtpaläste und die im kanarischen Stil gehaltenen Landhäuser.

Im Zentrum der mit knapp 1.000 Menschen bevölkerten Stadt finden Urlauber den Kirchplatz. Mit seinen Grünflächen lädt er zum Ausruhen und Verweilen ein. Die zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert erbaute Kirche fasziniert mit ihrem mittelamerikanischen barocken Baustil. Die aztekischen Verzierungen der Iglesia Nuestra Señora de la Regla sind besonders erwähnenswert. Die Kirche wird von Dämmerung an beleuchtet und gegen einen Aufpreis kann auch der Altarraum für einige Minuten erhellt werden. Die Öffnungszeiten der Iglesia Nuestra Señora de la Regla sind täglich von 11 bis 13 Uhr und von 17 bis 19 Uhr.

Unweit der Kirche befindet sich die Gemeindebibliothek im Centro Cultural de Pájara, wo Urlauber sich über die Gemeinde und den Verwaltungssitz informieren können. Das Rathaus befindet sich ebenfalls in der Nähe. Ein aus dem 19. Jahrhundert stammendes Wasserschöpfrad ziert die Plaza vor dem Verwaltungssitz. Noch bis vor einigen Jahrzehnten dienten die Schöpfräder der Bewässerung der Felder. Mittlerweile haben die Landwirtschaft, wie auch der Handel an Bedeutung verloren.

Gegenüber vom Rathaus befindet sich ein Lokal, das Getränke und kleine Speisen anbietet. Kanarische Handwerkskunst lässt sich ebenfalls im Ortskern finden, beispielsweise in der Casa del Artesano, zu Fuß von der Kirche und dem Rathaus aus erreichbar.

Eine Seltenheit auf der ganzjährig warmen Insel ist das Süßwasserschwimmbad, das sowohl bei Einwohnern, als auch bei Urlaubern ein gern besuchter Ort ist.