Highlights of Fuerteventura

„Fuerteventura ist eine Oase in der Wüste der Zivilisation.“ Dies stellte der spanische Philosoph und Schriftsteller Miguel de Unamuno zwar bereits vor über einhundert Jahren fest, jedoch ist es heute nicht weniger wahr. Die dicht bewohnten und touristisch erschlossenen Küstenregionen im Norden und Süden stellen einen interessanten Kontrast zu den bergigen und nur dünn besiedelten Gebieten im Inneren der Insel dar. Dank der Internationalität und Professionalität, mit der sich die Fremdenverkehrsbranche dieserorts rühmen kann, zieht es nicht nur immer mehr Touristen nach Fuerte, sondern auch vermehrt Dauerbewohner. Zwischen 1996 und 2006 erhöhte sich die Zahl der Einwohner der zweitgrößten Kanareninsel um fast 150 Prozent – heute leben hier weit über 100.000 Menschen. Daran, dass die meisten von ihnen ihren Wohnsitz in der Nähe der küstennahen Urlaubszentren haben, lässt sich auch der Hauptwirtschaftszweig der Insel erkennen: der Tourismus. Nur wenige Einheimische leben heutzutage noch von Fischfang, Viehzucht und Landwirtschaft. Dabei waren diese noch bis zum Bau der ersten Hotels in den 60er Jahre die wichtigsten ökonomischen Einnahmequellen. Zeugnisse dieser Lebensweise sind heute nur noch im Herzen der Insel zu finden oder im Ecomuseo de Algocida im Nordwesten. In diesen restaurierten Bauernhöfen kann man beobachten, wie Leben und Handwerk auf Fuerteventura vor Einzug der ersten Besucher und damit vor Ausbau der Infrastruktur vonstatten gingen. Heute verfügt die Insel über einen häufig frequentierten Flughafen im Norden der Hauptstadt Puerto del Rosario, über ein ausgebautes Straßennetz, auf dem regelmäßig Busse verkehren, und über zahlreiche Fähranbindungen an die umliegenden Inseln.

Fuerteventura ist mit 20 Millionen Jahren die älteste Insel des kanarischen Archipels und wurde um 3000 vor Christus erstmals besiedelt. Die ersten Einwohner stammten wahrscheinlich aus dem nordafrikanischen Berberreich und werden Maxos genannt. Diese Bezeichnung ist auf das Königreich Maxorata zurückzuführen, das sich einst im Norden der Insel befand und auch heute noch Namensgeber für die Region nördlich der Istma de La Pared ist. Die Istma de La Pared ist mit nur fünf Kilometern die schmalste Stelle des Eilands und trennt die südliche Halbinsel Jandia, auf der sich ebenfalls ein gleichnamiges Königreich befand, vom Rest ab. Beide Inselteile sind vulkanischen Ursprungs und bilden zusammen mit Lanzarote die östliche Grenze der Kanaren im Atlantik. Den atlantischen Strömungen und Winden ist es übrigens zu verdanken, dass auf der Insel ganzjährig ein warmes Klima vorherrscht. Das Wetter bietet stets ideale Bedingungen für Außenaktivitäten, wie beispielsweise den Wassersport, für den die Insel so bekannt ist. Entlang der kilometerlangen weißen Traumstrände kommen aber nicht nur Surfer, Windsurfer, Kiter und alle anderen Freunde des kühlen Nass auf ihre Kosten, sondern auch Sonnenanbeter und diejenigen, die von einer langen Nacht in den zahlreichen Clubs und Bars vor Ort entspannen wollen.

Neben einem ausgedehnten Strand- und Wasseraufenthalt sollte man auf Fuerteventura auch Folgendes ausprobieren:
- den Erlebnispark Baku Family Park, der neben einem Wasserspaßbad auch einen Freizeit- und einen Tierpark beinhaltet
- die Gipfelbesteigung des Pico de la Zarza, der mit 807 Metern der höchste Berg der Insel ist und einen wundervollen Ausblick verspricht
- einen Besuch im Ecomuseo de Algocida in Tefia, welches eindrucksvoll die fast vergessenen Traditionen der Urvölker pflegt
- eine Strandwanderung an der Südküste, zwischen dem aufstrebenden Fischerdorf Morro Jable und der paradiesischen Küste der Costa Calma

Fuerteventura hat viele Namen: Sie ist die Insel des Glücks und der Fröhlichkeit, der großen Abenteuer und des starken Windes. Welche Bedeutung dieses Eiland im Atlantik für Sie hat, finden Sie am besten bei einer Rundreise heraus.