Übersicht von Isla de los Lobos

Fuerteventura trägt den Beinamen „die stille Insel“. Trotz vieler Touristen ist es noch immer verhältnismäßig ruhig auf der Insel. Die Einheimischen profitieren zwar finanziell von Reisenden, lassen sich durch sie aber in ihrer Gelassenheit nicht stören.

Wem es in den Touristenhochburgen zu hektisch wird, sollte Lobos einen Besuch abstatten. Diese kleine unbewohnte Insel ist knapp fünf Quadratkilometer groß und liegt in der Meerenge La Bocaina zwischen Fuerteventura und Lanzarote. Verwaltet wird die kleine Insel vom zwei Kilometer entfernten La Olivia auf Fuerteventura und ist seit 1994 ein Naturpark. Seitdem ist die Insel in zwei Zonen unterteilt. Eine darf von Besuchern betreten werden, die andere nicht. Das liegt an den knapp 130 Pflanzenarten, die teilweise vom Aussterben bedroht sind und somit geschützt werden müssen. Zudem ist Lobos ein Vogelschutzgebiet. Verteilt auf der Insel sind kleine Vulkanöfen zu entdecken.

Vor allem bei Surfern ist Lobos ein sehr beliebtes Reiseziel, da es das ganze Jahr über gute Wellen gibt. Unter Wasser bietet die Insel ein Paradies für Schnorchler und Taucher.

Seinen Namen verdankt die Insel den Mönchsrobben, die hier bis zum 16. Jahrhundert lebten. Seefahrer und Entdecker rotteten die Tiere jedoch aus, da sie wertvolles Fleisch, Fett und Fell boten. Enstanden ist Lobos durch Vulkanismus zwischen 4.000 und 6.000 v. Chr. Auf Grund des steigenden Meeresspiegels wurde Lobos von Fuerteventura getrennt.

Am höchsten Punkt befindet man sich 127 Meter über dem Meeresspiegel auf der Montaña La Caldera. In nur wenigen Stunden kann man die Insel zu Fuß erkunden und wird dabei über einfache, aber dafür umso sehenswertere Wege geführt. Besucher finden Lagunen im Nordosten, die Sandbucht Playa las Conchas im Westen sowie einen Leuchtturm im Norden der Insel, der 1863 erbaut und kurze Zeit später in Betrieb genommen wurde. Im Jahr 1909 ist hier die Schriftstellerin Josefina Pla geboren worden.

Der Leuchtturm trägt den Namen „Faro de Martiño“ und wurde bis 1968 von einem Leuchtturmwärter betrieben. Seitdem funktioniert er automatisch. Zuvor siedelten sich einige Bauernfamilien an, die heute allerdings nicht mehr auf Lobos leben und von denen lediglich Überreste ihrer Zisternen zurückgeblieben sind. Diese Familien waren für einen kurzen Zeitraum die einzigen ständigen Bewohner der Insel.

Von Corralejo aus fahren täglich mehrere Personenfähren zum Anleger El Muelle. In der Nähe des Anliegers, im Ort Casas del Puertito, gibt es zwei Restaurants für die Tagesgäste. Hier stehen außerdem einige Wochenendhäuser der Fischer aus Fuerteventura.