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Reiseinspiration - Azoren

Lagoa   Lagoa ist eine sehr traditionsbewusste Stadt. Mit ihren Sehenswürdigkeiten bietet sie die Möglichkeit, einen Einblick in die Traditionen und die Geschichte zu bekommen. Fabrica Ceramica Vieira   Wenn man aus Ponta Delgada kommt, befindet sich direkt am Ortseingang die Fabrica Ceramica Vieira. In der Keramikfabrik wird dem traditionellen Handwerk der Keramikherstellung nachgegangen. Der Familienbetrieb wurde 1862 gegründet und ist auch heute noch einer der wenigen Betriebe, in dem noch von Hand getöpfert wird. Vor allem Haushaltswaren wie beispielsweise Geschirr, Schüsseln oder Vasen werden dort hergestellt. Nicht zu vergessen die typischen blau-weißen Keramikkacheln, so genannte Azulejos. Die Fabrik hat auch ein kleines Museum, in dem man unter anderem bei der Fertigung und Bemalung der Stücke zusehen kann. Badekomplex   Eine weitere Attraktion in Lagoa ist ein Badekomplex gegenüber des Fischerhafens Porto dos Carneiros. Das Bad besteht aus mehreren Becken und einem direkten Zugang zum Meer. Auch eine Wasserrutsche, ein Sprungbrett und ein seprarates Kinderbecken sind vorhanden. Porto dos Carneiros   Der „Hafen der Schafe“ bekam seinen Namen im 15. Jahrhundert durch Heinrich den Seefahrer, der dort Schafe auf die Insel aussetzen liess. Während früher neben Fisch auch Weizen vom Hafen aus exportiert wurde, laufen heute meist nur noch Fischerboote aus. Igreja de Nossa Senhora do Rosario   Kulturinteressierte Urlauber sollten nicht verpassen, die Igreja de Nossa Senhora do Rosario zu besichtigen. Die Kirche wurde im 18. Jahrhundert auf den Resten einer kleinen Kapelle aus dem 16. Jahrhundert erbaut. Heute besteht sie aus drei großen Kirchenschiffen. Neben der Igreja befindet sich die kleinere Ermida de Nossa Senhora do Cabo. Die Kapelle wurde im 17. Jahrhundert erbaut und mit den traditionellen Azulejos verziert. Igreja Matriz   In der Pfarrgemeinde Santa Cruz befindet sich die Igreja Matriz, eine alte Kirche des Franziskanerklosters Convento dos Franciscanos. Direkt am Ufer gelegen verschönert die barocke Kirche das einzigartige Gesamtbild. Auch das Kloster selbst, das inzwischen als Schule dient stellt ein architektonsiches Meisterwerk dar.   Museen In Lagoa gibt es zwar nur ein Museum, allerdings ist dieses ausreichend, um einen Eindruck der Handwerkskunst der Einwohner zu bekommen. Museu Municipal de Lagoa   Direkt in der Gemeinde Santa Cruz in Lagoa befindet sich das Museu Municipal de Lagoa. In den verschiedenen Bereichen zeigt es das typische Leben sowie die Handwerkskunst der Inseleinwohner. Krippenfiguren, eine Fassmacher-, sowie eine Schmiede-Werkstatt sind dort in den drei unterschiedlichen Teilen zu finden. Die Hauptausstellung befindet sich direkt im Rathaus, die Werkstätten sind um das Gebäude angesiedelt.   MUSEU MUNICIPAL DE LAGOA / MUSEU DO PRESEPIO Largo D. Joao III Santa Cruz - Lagoa Tel: 00351 296 912159 geöffnet Mo. - Fr. von 9.00 - 16.30 Uhr   Feste Wie beispielsweise auf den Kanaren gibt es auch auch auf den Azoren für die Einwohner viele Anlässe um zu feiern. Oft wird an die Schutzpatronen der verschiedenen Orte und Gemeinden erinnert, oder die Städte beziehungsweise die Gemeinden selbst werden gefeiert. Speziell in Lagoa feiert man in der ersten Woche im September die Nossa Senhora das Necessidades. In der zweiten Oktoberwoche findet das Gemeindefest von Nossa Senhora do Rosario statt. Im Juni erinnert man in der sehr katholischen Gegend an Jesus Christus mit einem Fest Namens Coracao de Jesus (das Herz von Jesus). Der 11. April jeden Jahres ist für den Dia do Municipio reserviert. An diesem Tag findet ein großes Stadtfest statt, um Lagoa und ihre Einwohner gemeinsam zu zelebrieren.   Restaurants Wer Kritiker der azorianischen Küche werden möchte, der ist in Lagoa genau richtig. Hier finden sich zahlreiche Restaurants, in denen täglich unterschiedliche Spezialitäten angeboten werden. Vor allem den Luxus von frischem Fisch und Meeresfrüchten sollte man sich nicht entgehen lassen. Das Restaurant Borda d´Agua beispielsweise gilt als hervorragendes Fischlokal direkt am Hafen. Allerdings kann man dort nur Abends auf seine Kosten kommen. A Marisqueira und A Lota sind ebenfalls Lokale mit einer üppigen Fischkarte. Wer lieber traditionelle Speisen, wie eine Feijoada oder Cataplana de Cherne ausprobieren möchte, der wäre zum Beispiel mit dem Lokal O Alambique gut beraten. Auch im O Carlos bekommt man die Gelegenheit, die azorianische Küche kennen und lieben zu lernen. Arroz de Lapas oder Polvo Assado werden hier gerne empfohlen.    
  Übersicht Selbst für azorische Verhältnisse ist Santa Maria eine kleine Insel. Eine Reise hierhin verspricht dafür wirklich entspannende Ferien fernab von Massentourismus. Wer das einfache, gemäßigte traditionelle Leben auf den Azoren kennenlernen möchte, ist hier bestens aufgehoben. In den Dörfern der Insel herrscht Ruhe, von der man sich an diesem beschaulichen Ort anstecken lassen kann. Einige Reiseführer preisen die kleine Insel sogar als eine entspannende alternative zu den Kanaren an. Auch für Wanderfreunde hat die Insel viel zu bieten, denn sie vereint mehrere klimatische Zonen auf engstem Raum. Auf der Fläche von  nicht einmal 100 km² sind hier bewaldete Hügel genauso zu finden wie Wüstenlandschaften und ein großer Wasserfall. Vulkanische Höhlen gibt es hier genauso zu entdecken, wie Millionen von Jahren alte Meeresfossilien. Der höchste Punkt der Insel, der Berg Pico Alto mit fast 590 Metern Höhe bietet einen grandiosen Ausblick über die Insel. Auch die schönen natürlichen weißen Sandstrände sind erwähnenswert und machen Santa Maria zu einem perfekten Urlaubsziel. Die Natur hat diesen Ort schienbar für Strandurlaub ausgelegt, denn Santa Maria ist die Azoren-Insel mit den meisten Sonnentagen und dem angenehmsten Klima. Die Inselpopulation hat stark unter Auswanderung gelitten. Viele Häuser stehen leer und werden  nicht mehr gepflegt. Heute leben auf der Insel noch knapp 5.500 Menschen, doch im Sommer kommen viele Auswanderer wieder zurück auf die Insel Santa Maria, um ihren Urlaub hier zu verbringen. In dieser Zeit füllen sich die Straßen und Dörfer der Insel mit neuem Leben. Doch selbst dann findet man hier keine Hektik, die touristischen Orten sonst so häufig anhängt. Santa Maria ist sowohl geologisch als auch was die Besiedlung angeht die älteste Insel auf den Azoren. Die Menschen hier lebten in früheren Zeiten von der Landwirtschaft, der Fischerei und der Zucht von Schafen und Kühen. Aber auch die Töpferei war auf Santa Maria weit verbreitet. Noch heute gibt es auf der Insel viel traditionelles Kunsthandwerk in Schulen und Werkstätten zu entdecken. Neben der Hauptstadt Vila do Porto mit 3000 Einwohnern hat Santa Maria mehrere Dörfer, die über die Insel verteilt sind. Jede Gemeinde hat hier eine eigene Farbe, mit der die weiß getünchten Häuserwände abgesetzt sind. In Vila do Porto sind die Verzierungen grau wie Stein. In Santa Bárbara ist die vorherrschende Farbe Blau (die billigste Farbe). Die Farbe von Santo Espírito ist grün, denn hier gibt es viel Wald. São Pedro bemalt die Häuser Ockergelb. Hier waren einst die reichsten Orangenplantagen der Insel beheimatet. In Almagreira findet man viel rötlichen Ocker (auf Portugiesisch almagra), deswegen ist die Farbe dieses Dorfes rot. Innerhalb weniger Tage kann man die ganze Insel für sich entdecken, kennen und lieben lernen, sodass einer baldigen Rückkehr an diesen wunderschönen Ort nichts mehr im Wege steht.   Strände Santa Maria liegt abseits von touristischen Zentren auf den Azoren und ist somit eine Insel der Ruhe, perfekt für entspannende Ferien am Meer. Hier hat man die feinen weißen Strände fast für sich allein, ganz anders als beim Urlaub auf den größeren Azoren-Inseln. An der Küste der Insel hat man viele Bademöglichkeiten. Die bekanntesten und größten Strände sind der Strand Praia Formosa im Süden der Insel und der Strand Sao Lourenco im Osten. Daneben gibt es abgeschiedene reizende kleine Strände, wie zum Beispiel bei Anjos oder in der Bucht Baia de Maia. Strand Praia Formosa  Der Strand Praia Formosa ist der bekannteste und größte Strand der Insel. Er liegt 11 Kilometer von  der Hauptstadt Vila do Porto entfernt. Wanderfreunde können zu Fuß zum Strand zu gelangen. Die ca. 2,5 Stunden lange wunderschöne  Wanderroute führt entlang der Küste von Santa Maria zu dem langen Strand an der Südküste der Insel. Hier erwartet den Besucher azurblaues Meer und feiner, weißer Sand, der zu einem Sonnenbad einlädt.  Wer seine Ferien lieber sportlich verbringt, kann hier auch wunderbar surfen. Strand São Lourenço  In der Bucht Baía de São Lourenço liegt der wahrscheinlich schönste Strand der Insel Santa Maria und einer der besten Orte zum Wellenreiten auf den Azoren. Der Strand Sao Lourenço ist der perfekte Ort für Aktivurlaub, den dieser Strand ist als Surferparadies bekannt. Aus der ganzen Welt kommen hier die Wellenbegeisterten zusammen, um vor der malerischen Kulisse der grünen Terrassen der Weinberge ihrem liebsten Sport nachzugehen. Auch hier ist der Sand hell und fein, was São Lourenço auch für nicht sportbegeisterte Urlauber und Familien attraktiv macht. Allerdings wird die Sandschicht jedes Jahr von den Herbststürmen weggefegt und im Frühjahr von neuem angespült. Der Strand ist natürlich unterteilt in vier Abschnitte: Praia dos Jungueiros, Praia dos Folgados, Praia da Paiva und Praia da Ponta Negra. In São Lourenço gibt es neben dem Sandstrand auch Naturschwimmbecken, in denen man im klaren Meerwasser inmitten von vulkanischen Felsen schwimmen kann.   Kultur und Geschichte Santa Maria wurde als die erste Insel der Azoren wahrscheinlich vom Portugiesen Diogo de Silves 1427 entdeckt. Vom portugiesischen König wurde die Entdeckung jedoch fünf Jahre später dem Seefahrer Goncalo Velho Cabral zugesprochen. Auf seiner Reise zur Azoren-Insel wurde auch ihr heutiger Name geprägt. Zu dieser Zeit war die Insel Santa Maria noch als "Ilha dos Lobos" oder "Ilha do Ovo" auf den Karten verzeichnet. Cabrals Schiff erreichte Santa Maria  bei einer Reise während des Feiertags zu Ehren der heiligen Maria. Während der Großteil der Mannschaft gerade der Messe beiwohnte, entdeckte einer der Matrosen am Ausguck Die kleine Insel am Horizont. Sein Ausruf „Santa Maria!“ (“Heilige Maria!”) sollte dauerhaft als Name der Azoreninsel in die Geschichtsbücher eingehen. Goncalo Velho wurde zum ersten Donatarkapitän der Insel und trieb die Besiedlung voran. In den 1440er Jahren kamen so viele Menschen aus Alentejo und Algarve auf Santa Maria und besiedelten zunächst die Nordküste um Baia dos Anjos. Die Geschichte der Insel verlief größtenteils friedlich, doch es gab auch einige Zwischenfälle. So wurde die Insel zum Beispiel 1480 von einem spanischen Schiff angegriffen. Die Feinde wurden bei ihrer Landung mit Steinen von den umliegenden klippen empfangen. Doch nichtsdestotrotz konnten die Spanier die überhand gewinnen und nahmen den Donatarkapitän Joao Soares de Albergaria gefangen. Das sollte die Bevölkerung allerdings nicht so schnell verzeihen. Als 13 Jahre später das nächste spanische Schiff die Insel erreichte, nahmen die Bewohner Santa Marias ebenfalls einige Mannschaftsmitglieder gefangen. Der Kapitän, niemand geringeres als Christopher Columbus, der sich auf dem Rückweg von seiner berühmten Entdeckungsreise nach Amerika befand, musste hart mit den Einheimischen verhandeln, um seine Leute zu befreien. Columbus war in Santa Maria an Land gegangen, um eine Messe zu zelebrieren. Er und seine Mannschaft hatten ein Gelübde abgelegt, dies an dem ersten Zwischenstopp auf ihrer Reise zu tun, wo sie eine Kirche zu Ehren der Mutter Gottes finden konnten. Die Insel musste sich mehrfach gegen Piratenagriffe verteidigen. Die Franzosen in 1589, die Engländer in 1589 und Algerische Piraten in 1616 und 1675 setzten den Bewohnern der Insel zu. Später, während des Bürgerkriegs in Portugal 1828–1834, unterstützten viele Bewohner Santa Marias den liberalen Thronfolger Dom Antonio und seine Tochter Maria II, die schließlich Königin von Portugal werden sollte. Einige Bewohner Santa Marias nahmen im Bürgerkrieg an den entscheidenden Kämpfen auf dem Festland teil. Danach war es ruhig geworden um Santa Maria. Das traditionell gemächliche Leben nahm hier seinen Lauf, kaum berührt von Geschehnissen in der Welt außerhalb der Azoren. Die einzige Ausnhame bildete die Errichtung einer amerikanischen Militärbasis 1944. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts dezimierte sich die Einwohnerzahl durch Auswanderung um mehr als die Hälfte von knapp 14.000 auf nicht einmal mehr 6.000. Seit 2005 werden jedoch Bemühungen unternommen, Santa Maria mit einer neuen Flugroute wieder als einen der infrastrukturellen Zentren der Azoren zu etablieren.   Natur Die Insel Santa Maria ist vor allem wegen ihrer wundervollen Natur eine Reise wert. Auf kleinstem Raum findet man hier Landschaften, die verschiedener nicht sein könnten, darunter wüstenähnliche Gebiete, Berge, wundervolle weiße Strände und dichte grüne Wälder. Die Insel Santa Maria besitzt insgesamt das trockenste und wärmste Klima des ganzen Azoren-Archipels. Die kleine Insel ist in den Reiseführern verzeichnet als der Ort mit jährlich den meisten Sonnenstunden in dieser Region des Atlantiks. Die Insel lädt deshalb Groß und Klein zum Strandurlaub ein, zumal die Strände hier mit feinem weißem Sand bedeckt sind – eine Seltenheit für die Azoren. Entlang der zerklüfteten Küstenlinie finden sich viele abgelegene Strände und kleine Buchten mit  kristallklarem Wasser. Vor allem entlang der Nordküste ist das Klima trocken und heiß, sodass dieser Landstricht mit seinem roten Gestein und der spärlichen Vegetation stellenweise an eine phantastische Marslandschaft erinnert. Manche entdecken eine Ähnlichkeit zwischen dem Wüstengebiet Barreio das Feneca im Nordosten und australischen Pärielandschaften. Im Süden hingegen ist die Landschaft hügeliger und das Klima milder. hier regnet es etwas häufiger sodass die Region sich durch eine üppige Vegetation auszeichnet. Wacholder und Lorbeerbäume wachsen hier im Überfluss, genauso wie die endemischen Arten Erica azorica oder Picconia azorica. Es gibt hier auch zahlreiche weitere Pflanzenarten,  die man in der Natur ausschließlich auf den Azoren vorfinden kann. In der östlichen Region befindet sich mit Pico Alto auf 590 Metern über n.N. der höchste Punkt der Insel. Die vielfältige Natur auf der Insel lädt zum Wandern und Entdecken ein, vor allem da große Teile von Santa Maria nur sehr dünn besiedelt sind. Es gibt auch mehrere offizielle Naturreservate. Die geologische Zusammensetzung von Santa Maria ist einzigartig für die Azoren. Hier findet man Sandstein, Kalkstein, Basalt und verschiedene weitere Arten von Lava-Gestein vor, die für sehr kontrastreiche Landschaften sorgen. Hier auf der Insel findet man zudem jede Menge Meeresfossilien vor. Diese seltenen Erinnerungsstücke aus prähistorischen Zeiten gibt es vor allem an der Nordküste an den Klippen von Baía do Cré und Baía Raposa östlich des Städtchens Anos  und an der Südküste in der Nähe von Villa do Porto zu bestaunen.  
Faial – Die blaue Insel Faial gehört zu den größeren Inseln des Archipels. Auf 172 km ² wohnen hier 15 000 Menschen. Die Insel ist üppig bewachsen mit Hortensien in allen Schattierungen der Farbe Blau und wird daher oft Ilha Azul – die blaue Insel genannt. Dank ihrer Lage am Rande der mittleren Inselgruppe kam Faial immer eine bedeutende Rolle in der Verbindung zwischen Europa und Amerika zu. Hier machten die ersten transatlantischen Flüge Zwischenstopp und auch Segler, die den Atlantik überqueren halten fast immer im internationalen Yachthafen der Hauptstadt. Hier trifft man daher Menschen aus aller Welt und kann wunderschöne Schiffe bestaunen. Ohnehin ist Horta, die Hauptstadt, eine der schönsten Städte der Azoren. Die Hafenmauer ist bunt bemalt mit Bildern und Nachrichten von Reisenden aus aller Welt. Das internationale Flair hat auf die Insel abgefärbt, die Menschen hier sind weltoffen und freundlich. Die schönen alten Häuser der Stadt sind weiß gekalkt und strahlen im Kontrast zum grünen Hinterland. Faial zieht auch aufgrund seiner Landschaft Touristen in ihren Bann: grüne Hügel, unwirkliche Vulkanlandschaften und die allgegenwärtigen blauen Hortensien prägen das Bild der Insel. Auch hier gibt es eine Caldeira zu bestaunen. Eine Straße führt von Horta bis hinauf zum höchsten Punkt der Insel, auf 1031 Meter Höhe. Der Krater hat einen Durchmesser von 2 Kilometer und man kann ihn auf einem Wanderweg umrunden. Dabei können Besucher schwindelerregende Blicke in den 500 Meter tief abfallenden Schlund des Berges werfen. Bis 1957 befand sich in der Mitte der Caldeira ein großer See, doch dieser verschwand bei einem Vulkanausbruch in diesem Jahr. Die Auswirkungen dieses Ausbruchs können am Ponta dos Capelinhos, am westlichen Ende der Insel, besichtigt werden. Hier können Besucher die Entstehungsgeschichte der Azoren hautnah erleben. Der Ausbruch eines zunächst unterirdischen Vulkans erschuf hier neues Land hat aber auch Felder und Häuser unter den Lavamassen begraben. Ein Besucher- und Dokumentationszentrum informiert über die Entstehungsgeschichte des Vulkans und der Azoren. Im Inland ist das Vale de Flamengos einen Besuch wert, die Gegend mit ihren niedlichen Häusern und bunten Blumen gehört zu den schönsten der Insel. An der Südküste hat man von Castelo Branco oder Feteira aus einen wunderbaren Blick auf die Nachbarinsel Pico. Besucher erkunden die Insel am besten mit einem Mietwagen. Zudem gibt es eine Buslinie, die von Horta aus alle wichtigen Orte abfährt. Fähren verbinden die Insel mit den Pico, São Jorge, Terceira und Graciosa. Kultur und Geschichte Auf der Suche nach dem Ende der Welt entdeckte der portugiesische Seefahrer Diego de Silves die mitten im Atlantik aufragenden Azoren. Auf seine Reise begab er sich um 1430 im Auftrag Heinrich des Seefahrers, dem König von Portugal. Dabei war die Entdeckung der Azoren reiner Zufall – durch starke Winde kam de Silves vom Kurs ab. Seinen Namen verdankt der Archipel einem weiteren Irrtum: Die auf der Insel lebenden Bussarde wurden für Habichte – portugiesisch „açores“ – gehalten. Obwohl bereits Karten aus dem 12. Jahrhundert auf die Existenz des Archipels hinwiesen, setzte die Besiedlung erst nach der offiziellen Entdeckung durch die Portugiesen ein. Die Insel Faial selbst wurde erst um 1450 entdeckt und erhielt ihren Namen aufgrund der zahlreich vorhanden Gagelbüsche (Myrica faya). Die erste Siedlung wurde in Cedros im Norden der Insel errichtet. Wenig später landen auch flämische Siedler unter Anführung des Abenteurers Josse van Huerter auf der Insel, um nach Kupfer, Silber und Zinn zu suchen. Obwohl sie trotz enormer Rodungen nicht fündig wurden, blieben sie. Die Fruchtbarkeit des Bodens sollte den Inselbewohnern ebenfalls Reichtum bringen. Nachdem Van Huerter zum Gouverneur der Insel erklärt wurde, kamen weitere Flamen, um ein neues Leben auf der immergrünen Insel zu beginnen. Schnell entwickelten sich weitere Siedlungen, unter anderem die heutige Hauptstadt Horta. Kurz vor Ende des 15. Jahrhunderts lebten bereits 1.500 Menschen auf der Faial. Sie verdienten ihr Geld hauptsächlich mit dem Anbau und Export von Getreide und Färbepflanzen. Im 16. Jahrhundert besetzten auch spanische Siedler einen Teil der Insel, die zu dieser Zeit immer wieder Opfer von Piraterie wurde. 1597 wurde sogar die Inselhauptstadt niedergebrannt. Doch die Überfälle sollten nicht das einzige Risiko für die Inselbewohner darstellen. Der vulkanische Ursprung der Inseln kommt immer wieder zum Tragen. Regelmäßig bebt die Erde und die Insel versinkt unter dicken Ascheschichten. 1672 kommen bei einem solchen Vulkanausbruch 200 Menschen ums Leben, viele fliehen nach Brasilien. Zunehmen konzentriert sich das Leben der Siedler auf Horta, wo noch im 17. Jahrhundert eine Schule für Missionare errichtet wurde. In der zweiten Hälfte des 17.Jahrhunderts treffen weitere Fremde auf der Insel ein - amerikanische Walfänger. Es dauert nur einige Jahre, bis der Porto Pim in Horta zum wichtigsten Walfängerhafen wird. Es werden Fabriken erbaut, in denen die Wale unmittelbar verwertet werden konnten. Dies brachte den Inselbewohnern weiteren Reichtum. Dazu kommt der Export von Wein, Orangen und Tabak. Im 19. Jahrhundert wurden viele Pflanzen aus der ganzen Welt importiert. Unter anderem die Hortensie aus China, die mittlerweile blau an jedem Wegrand scheint. Sie verschaffte der Insel den Beinamen „ IIho Azul“ (die blaue Insel) und gilt mittlerweile als Symbol von Faial. Nachdem die Insulaner den König Dom Pedro bei Kämpfen gegen Absolutisten unterstützt hatten, besucht dieser die Insel und Horta erhält den Status einer Stadt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wird der Hafen von Horta zum wichtigsten Umschlaghafen im Atlantik ausgebaut. Sowohl Schiffe aus den Vereinigten Staaten, als auch aus Europa liegen hier vor Anker. Um 1900 beginnen internationale Telekommunikationsfirmen zunehmend Unterseekabel zu verlegen, was Faial zum technischen Zentrum der Kommunikation zwischen Amerika und Europa machte. Doch nicht nur für die Schifffahrt und die Telekommunikation ist die zentrale Lage Faials zwischen den USA und Europa von großem Vorteil. Mit dem Aufkommen der Luftfahrt, wird die Insel auch oft als Zwischenstopp auf Transatlantikflügen genutzt. Im 2. Weltkrieg dient Horta den Allierten sogar als Stützpunkt im Kampf gegen die Nazis. Das folgenschwerste Ereignis auf der Insel tritt 1957 ein. Ganze 13 Monate lang bebt die Erde und der Vulkan Capelinhos bricht aus. Dabei versinken ganze Teile der Insel unter einer meterdicken Ascheschicht und Faial vergrößert sich um knapp 2.5 km². Infolge dessen wandern bis 1960 über 5000 Menschen – gut ein Viertel der damaligen Bevölkerung- aus. Mit dem Aufkommen neuer Techniken verliert Faial außerdem seine Sonderstellung sowohl in der Schiff- und Luftfahrt, als auch in der Telekommunikation. Dennoch ließen sich die Einwohner von Faial von Rückschlägen jeglicher Art niemals unterkriegen und halten an ihrer wunderschönen grünen Insel fest. Am Leuchtturm von Capelinhos, der heut noch in einem Aschefeld steht, befindet sich das historische Museum und ganze Stolz der Insulaner.   Natur Faial, oft auch als "Ilha Azul" (blaue Insel) bezeichnet, ist die fünftgrößte der neun Hauptinseln im Archipel der Azoren. Vulkanischen Ursprungs ist die Landschaft durch viele Täler und Erhöhungen gekennzeichnet. Das durch regelmäßige Niederschläge und gemäßigte Temperaturen gekennzeichnete Atlantikklima der Insel ermöglicht es einer Vielzahl von Pflanzen zu wachsen und zu gedeihen. Das ist es kein Wunder, dass das Gesicht der Insel tiefgrün ist. Vielerorts ist der einzige Kontrast das blaue Meer. Circa 70 endemische Pflanzenarten sind auf der Insel anzutreffen, doch wird deren Bestand durch importierte Gewächse stark bedroht. Dazu gehört auch die Hortensie, die im 16. Jahrhundert aus Asien auf die Insel gebracht wurde. Heute verleiht sie Faial ihren Beinamen und gilt als Symbol der Insel. Nur wenigen ist bewusst, dass sie ein Grund für das endgültige Ende vieler einzigartiger Pflanzen ist. Doch das Bewusstsein dafür wächst zunehmend und so stehen die Chancen gut, dass der Bestand gewahrt werden kann. Oft werden die Azoren und so auch Faial als eine Mischung aus Hawaii und Irland beschrieben. Warum das so ist, wird deutlich, wenn man die Gründen Hügel und Täler auf der einen Seite betrachtet und dann auf karge schwarze Vulkanlandschaften trifft, die eine seltsam Schönheit ausstrahlen. Besonders an der Ponta de Capelinhos wird das deutlich. Als 1957 die Erde 13 Monate lang bebte und der Vulkan Capelinhos ausbracht, wurde das gesamte Gebiet unter einer dicken Ascheschicht begraben, die man zum Teil heute noch bestaunen kann. Außerdem vergrößerte sich die Insel in diesen Tagen um ein Stück von 2.5km². Dieser Kontrast aus saftigem Grün und leblosem schwarzen Boden macht Faial zu einem ganz eigenen Reiseziel.   Strände Direkt in Horta, am Porto Pim, befindet sich einer der schönsten Strände der Azoren. Die kleine Bucht mit türkisblauem Wasser liegt zwischen der Hauptinsel und dem vorgelagerten Berg Monte da Guia. Der Strand fällt sehr flach ins Wasser ab und ist daher auch für Familien mit Kindern zu empfehlen. Einen schönen schwarzen Sandstrand findet man auch in der langezogen Bucht Ribeira das Cabras, über der eine atemberaubende Steilwand aufragt. Vom Praia do Almoxarife aus hat man einen herrlichen Blick auf die Nachbarinsel Pico.    
Übersicht   Die Insel Pico ist mit rund 450 Quadratkilometern Größe die zweitgrößte Insel der Azoren. Vom Tourismus ist sie aber bisher weitgehend verschont. Dabei lockt Pico mit beeindruckender Natur an Land und zu Meer, und einer traditionsreichen Lebensart, die Besucher auf der Azoreninsel noch selbst erleben können. Ob eine Besteigung des Vulkanbergs Pico, eine Walbeobachtungstour entlang der Küsten der Insel oder ein Besuch in einem der traditionellen Weinkeller, für Abwechslung ist auf Pico gesorgt. Berg Pico Mit 2351 Metern Höhe ist der Pico der größte Berg Portugals und gleichzeitig die dritthöchste Erhebung im Atlantik. Wie die Küsten der Insel ist auch der Vulkan sehr steil und teils zerklüftet. Im Winter ist die Spitze mit einer Schneeschicht bedeckt, was ihm ein majestätisches Aussehen verleiht. Ist die Spitze von Wolken umgeben, steht ein Wetterwechsel an. Ein besonderes Erlebnis ist eine Besteigung dieses Giganten der Vulkane. Es erfordert eine gute Ausdauer und Muskelkraft, die Spitze zu erklimmen und ist für unerfahrene Bergsteiger eher nicht geeignet. Wenn man den Berg erklimmen möchte, sollte man an regenfeste Kleidung denken und nicht ohne Bergführer oder ein GPS loslegen. Ein GPS kann gegen eine geringe Gebühr ausgeliehen werden. Touren sollten entweder früh am Morgen oder gegen Nachmittag begonnen werden, wobei dann eine Übernachtung im Zelt nötig ist. Wer keine Erfahrungen im Klettern und Bergsteigen hat, sollte die Schönheit des Berges und der Insel lieber vom Fuße aus bewundern. Hat man den Gipfel des Picos einmal erreicht, bietet sich einem ein Ausblick über die gesamte Insel. An klaren Tagen kann man bis zu den Nachbarinseln Fajal und São Jorge schauen, seltener sogar bis nach Terceira. Der Vulkan ist noch immer aktiv, was an den austretenden Schwefeldämpfen aus den Fumarolen am Gipfel zu erkennen ist. Deshalb steht er unter wissenschaftlicher Beobachtung. In den vergangenen 500 Jahren brach er insgesamt vier Mal aus und stellt dadurch noch immer eine Bedrohung für die Inselbewohner dar. Vulkanhöhlen Eine weitere Attraktion im Gebiet rund um den Pico sind die Vulkanhöhlen. Diese befinden sich an den Hängen des Berges und sind beeindruckende Lavaformationen, die einen Besuch wert sind. Teilweise reichen diese bis tief in den Berg hinein. So ist es nicht verwunderlich, dass sich auch die längste Vulkanröhre der Azoren auf der Insel Pico befindet. Die Gruta das Torres bei Criacao Velha ist mittlerweile zumindest teilweise für Touristen begehbar. Dieser Lavatunnel ist mit etwa 5150 Metern Länge der längste der Azoren. Nur ein kleiner Teil der Höhle -etwa 450 Meter- sind seit einigen Jahren für Besucher zugänglich. Die maximale Höhe im Tunnel beträgt 15 Meter. Allgemein gelten die Höhlen eher als gefährlich und es wird dem Besucher geraten, sich nur mit einer geführten Tour in die Höhlen zu begeben. Wale Bis 1987 betrieben die Inselbewohner auf kleinen Booten mit bis zu 20 Ruderern Walfang. Seit 1985 entwickelte sich auf Pico ein ausgedehntes Gewerbe für sanfte Walbeobachtung. Heute gilt Pico als eines der bedeutendsten Zentren Europas für Walbeobachter. Über 20 verschiedene Walarten kann man im Atlantik vor Pico beobachten. Dies liegt daran, dass die Bedingungen für Wale dort besonders günstig sind. Dazu trägt das bis zu 3.000 Meter tiefe, saubere Wasser und die Fülle an Nahrung für die Tiere bei. Nur selten kommen Beobachter so nah an die Wale ran, wie im Gebiet vor der Azoreninsel Pico. Deshalb kommen Wissenschaftler, Fotografen und auch Touristen in Strömen nach Pico, um die Tiere so intensiv zu erleben. Die Bootstouren starten von Lajes und Madalena aus, wobei man sich in Madalena auf Ausfahrten spezialisiert hat, bei denen man mit wildlebenden Delphinen schnorcheln kann. Was noch immer an den ehemaligen Hauptwirtschaftszweig der Insel erinnert, sind die beiden Walfangmuseen. Diese befinden sich in Lajes do Pico und in einer restaurierten 'Walfabrik' in São Roque. Weinanbau Der Wein, der auf Pico angebaut und verarbeitet wird, ist zu meist rot und schwer. Durch die vulkanische Erde hat der Wein der Azoreninsel ein ganz besonderes Aroma, welches ihn im 19. Jahrhundert zu einer Bekanntheit brachte, die bis nach Russland reichte. Der Wein wurde sogar an den Zarenhof in Sankt Petersburg exportiert. Bis heute wird in zahllosen kleinen Adegas (Weinkellern) der rote Wein hergestellt. Die berühmten Weingärten sind von kleinen Mauern aus zusammengesuchten Lavasteinen umrandet. Diese schützen nicht nur vor Wind, sondern speichern auch noch die Wärme, die für das Reifen der Trauben wichtig ist. Das Weinbaugebiet auf der Insel Pico wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Seit Jahrhunderten bauen die Winzer in mühevoller Handarbeit die Trauben für ihren berühmten Verdelho an. Maschinen können auf den meist sehr kleinen Anbauflächen auch heute noch nicht benutzt werden. Daneben produzieren die Bewohner Picos auch den Schnapps Aguardente. Dieser ist aus Feigen, Pflaumen oder Brombeeren hergestellt. Von den vielen über die Insel verstreuten Destillen kann man heute noch zwei ansehen. Eine ist im Weinbaumuseum zu betrachten, die andere in Lajido. Das Weinbaugebiet befindet sich hauptsächlich im Norden der Insel und zieht sich entlang des Flughafens bis hinunter nach Calhau. Ein Besuch einer solchen Anbaufläche kann sehr interessant sein. Man kann zumeist die Herrenhäuser bestaunen, in denen die Winzer lebten und arbeiteten, als auch die urtümlichen Weinpressen und Weinkeller. Allein der Anblick der Felder, die sich perfekt in die restliche, ursprüngliche Natur einfügen, ist beeindruckend schön. Nahe der Hauptstadt Madalena befindet sich das einzige Weinbaumuseum der Insel, das Museu dos Vinhos do Pico. Das Museum ist in einem ehemaligen Karmeliterkloster untergebracht.   Kultur und Geschichte Die zweitgrößte Insel der Azoren ist die Insel Pico. Diese wurde ab 1460 besiedelt. Die rund 15.000 Bewohner Picos können aufgrund des Vulkanmassivs nur am Rand der Insel leben. Dementsprechend befinden sich dort auch die landwirtschaftlich genutzten Gebiete. Hauptstadt der Azoreninsel ist Madalena. Allerdings ist der Ort eher ein größeres Dorf und auch der Tourismus ist bisher nur schwach ausgeprägt. Zwei weitere wichtige Orte der Insel sind Lajes und São Roque, welches vor allem von kultureller Bedeutung für die Insel ist. Entlang der Küste findet man daneben vereinzelte Orte vor. Diese bestechen durch ihren reizenden Charme, der ihnen zum Beispiel ihre kleinen Häfen und die noch immer bewahrten Traditionen verleihen. Im Landesinneren gibt es kaum Siedlungen. Die meisten Ortschaften entwickelten sich an den Küstenstraßen, wobei der Osten der Insel noch dünner besiedelt ist als der Norden und Westen, wo der Weinbau die Menschen am Leben hält. Die ersten Siedler mussten zuerst die Lavabrocken beiseite schaffen, bevor sie anfangen konnten, Obst und Wein anzubauen. Da die Humusschicht auf dem Lavagestein nur dünn ist, gestaltet sich die Landwirtschaft auch heute noch sehr arbeitsintensiv. Anfangs wurden Weizen und Wein angebaut, später dann auch Orangen. Vulkanausbrüche führten dazu, dass die Felder verwüstet wurden und Mehltau und Rebläuse im 18. Jahrhundert die Orangenplantagen und Weinreben zerstörten. Seitdem stützt sich die Landwirtschaft der Insel auf resistentere Rebsorten und den Fischfang. Richtigen wirtschaftlichen Aufschwung erlebte die Insel im 19. Jahrhundert aufgrund des Walfangs. Die Wale wurde auf Pico noch bis zur Durchsetzung des Walfangverbots 1986 erlegt. Heute kann man die Tiere auf Walsafaris beobachten oder sich im Walmuseum Museo das Baleiros über den ehemaligen Walfang informieren. Die Fischerei wurde auf den Fang von Thunfisch umgestellt und wird auch heute noch professionell betrieben.   Natur Die Insel Pico ist definiert vom 2351 Meter hohen Vulkangipfel Pico. Die gesamte Insel besteht aus einer Oberfläche aus Lavagestein und die Humusschicht ist nur relativ dünn. Trotzdem ist die Insel ziemlich grün und hat eine vielseitige Pflanzenwelt. Das Hochplateau Planalto da Achada liegt auf rund 1000 Metern Höhe etwa in der Mitte der Insel. Es ist von allen Richtungen aus auf kleinen Straßen zu erreichen. Die Fläche ist geprägt von dutzenden, aneinander liegenden Vulkankegeln. Diese sind umgeben von einer Mischung aus Wiesen, Weiden, Wäldchen, kleineren Seen und Tümpeln, was dem Gebiet einen märchenhaften und romantischen Hauch verleiht. Auf dem Hochplateau wachsen außerdem viele verschiedene endemische Pflanzen, die eine Besonderheit der Natur Picos ausmachen. Ein 1500 Hektar großer Teil dieser Fläche ist geschützte Zone, da die dortige Natur in ihrem ursprünglichem Zustand erhalten werden soll. Das Hochland ist durch seinen Abwechslungsreichtum an Pflanzen interessant für Naturliebhaber und gleichzeitig durch die ebene Beschaffenheit ideal zum Wandern. Wirtschaftlich nutzbar ist es aufgrund des geschützten Lorbeerwaldes allerdings kaum. Weiter in Richtung Küste, in der Nähe der Ortschaften, wurde ein großer Teil der ursprünglichen Natur gerodet, um Platz für Grasland, Weiden und Anbauflächen zu schaffen. Besonders im Norden und Westen der Insel dominiert der Weinbau. Schon von Weitem sind die Parzellen zu erkennen, in denen die Reben angebaut werden. Das Weinbaugebiet Picos ist mittlerweile von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet. Die schwarzen, wulstigen Lavazungen, die ins Meer ragen, sind inzwischen ebenfalls landwirtschaftlich genutzt. Allerdings nimmt die Landwirtschaft keine Überhand, da sie fast ausschließlich zur Selbstversorgung der Bauern dient. Deshalb sind die Landzungen nicht komplett bewachsen und man kann noch immer die schwarzen Lavaformationen erkennen.   Orte Pico ist nur über Umsteigen zu erreichen, was es Touristen erschwert, die Insel zu besuchen. Daher hat die zweitgrößte Insel der Azoren weniger Besucher, als andere Urlaubsziele. Dies ist auch Grund dafür, dass sich auf Pico Ursprünglichkeit und Originalität besonders gut erhalten haben. Besucher erleben ein Gefühl vergangener Zeiten zum Beispiel durch die warme Gastfreundschaft der Bewohner Picos. Die Hauptstadt Picos ist Madalena. Selbst dieser Ort ist kaum mehr als ein größeres Dorf mit nur langsam und sachte aufkommendem Tourismus. Trotzdem gilt Madalena als einer der wichtigsten Orte der Insel. Von dortaus kann man mit der Fähre hinüber auf die Nachbarinsel Fajal. Neben Madalena gibt es zwei weitere wichtige Städte: Lajes und São Roque. Lajes hat das älteste Stadtrecht der Insel und São Roque gilt als kulturelles Zentrum der Insel. In diesen beiden Orten befinden sich außerdem die berühmten Walmuseen der Insel. Ansonsten findet man rund um die Insel in Küstennähe viele weitere kleine Ortschaften mit eigenem Hafen oder anderweitigem Meereszugang.  
Graciosa – die Anmutige Die zweitkleinste Insel der Azoren, besticht durch ihren lieblichen Charme. Sanfte grüne Hügel prägen die Landschaft der beinahe ovalen Insel, die gerade einmal 60 km² groß ist und an ihrer breitesten Stelle 10 km misst. Landwirtschaft spielt hier eine große Rolle – so begegnen Wanderer auf den schmalen Wegen nicht selten Bauern mit ihren Eselskarren. Auf dem fruchtbaren, vulkanischen Boden wird sogar Wein angebaut, den Besucher in gemütlichen Tavernen verkosten können. Die kleinen Dörfer mit ihren weißen Häusern wirken wie in die grüne Landschaft gesprenkelt. Rote Farbtupfer setzen die Wahrzeichen Graciosas, Windmühlen aus dem 19. Jahrhundert, die in den letzten Jahren liebevoll renoviert worden sind. Auf Graciosa gibt es jedoch auch Windmühlen ganz moderner Art. Eine deutsche Firma möchte hier beweisen, dass es heute schon möglich ist eine ganze Insel mit regenerativer Energie aus Wind, Wasser und Sonnenkraft zu versorgen. Noch 2012 sollen die 4500 Einwohner Graciosas beinahe CO² neutral mit Energie versorgt werden.   Kultur und Geschichte Wann genau das erste Mal ein Mensch die kleine Insel Graciosa betrat ist unklar. Vermutlich wurde die Insel in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts entdeckt, als Seefahrer der Nachbarinsel Terceira diese Gewässer erkundeten. Der erste Siedler hieß Vasco Gil Sodré. Er kam vom portugiesischen Festland und siedelte sich mit seiner Familie und seinen Sklaven auf Graciosa an. Er gab der Insel auch ihren Namen Graciosa, was anmutig bedeutet. 1486 erlangte Santa Cruz das Stadtrecht und schon im 16. Jahrhundert florierte der Handel mit der Nachbarinsel Terceira. Die fruchtbaren Böden Graciosas wurden intensiv bewirtschaften und die kleine Insel exportierte Wein, Brandy, Weizen und Gerste. Aus dieser Hochzeit stammen auch einige schöne Bauwerke und Teile der Kirchen. Ende des 16. Jahrhunderts wurde Graciosa wiederholt von Piraten attakiert, was dazu führte , dassentlang der Küste Verteidigungsanlagen gebaut wurden, die zum Teil heute noch besichtigt werden können. In den folgenden Jahrhunderten statteten einige historische Persönlichkeiten der Insel einen Besuch ab – Chateubriand, der Begründer der frazösischen Romantik landete hier, auf seiner Flucht vor der französischen Revolution. 1879 besuchte Prinz Albert von Monaco die Furna do Enxofre Höhle. Seit dem Bau des Hafens in Praia und des Flughafens liegt Graciosa heute weniger isoliert als in den letzten Jahrhunderten. Die Insel hat jedoch kaum an ländlichem Charme und Ruhe verloren. Statt Getreide sind Milch- und Kuhwirtschaft heute die wirtschaftlichen Standbeine der Insel und auch Tourismus spielt zunehmend eine Rolle. Dennoch werden auf der Insel Traditionen am Leben gehalten und die Lebensweise der Menschen hier ist immer noch von einem beschaulichen Rhythmus geprägt. Besonders ausgelassen wird auf der Insel das Fest zu Ehren “Senhor Santo Cristo dos Milagres" Ende August gefeiert. Von Pfingsten an bis in den Sommer hinein werden in den Gemeinden jeden Sonnatg Feste zu Ehren des Heiligien Geistes abgehalten. Die Inselbewohner nutzen die Natur ihrer Insel und haben im Jahr 2010 mit dem Umbau der Energieversorgung begonnen. Die Stromversorgung wurde auf erneuerbare Energien durch Pflanzenöl, Sonnen- und Windkraft umgestellt. Im 16. und 17. Jahrhundert wurden zahlreiche Piraten- Angriffe auf die Insel verübt. Viele Gebäude der Insel wurden zerstört und nahezu die gesamte lokale Bevölkerung vertrieben und gefangen genommen. Trotz der Angriffe sind viele der Einwohner und die aus Terceira stammenden Adeligen in Graciosa geblieben. 1844 gab es eine Hitzewelle, die viele Menschen und Tiere tötete. Auf der Insel gibt es eine starke seismische Aktivität. 1980 wurde durch viele Erdbeben beinahe die gesamte Insel zerstört und viele Menschen starben. Zwischen 1950 und 1970 war die Insel durch viele Auswanderungen geprägt, auch heute wird noch eine Abnahme der Bevölkerung festgestellt, was eine enorme Gefahr für die Wirtschaft darstellt. Graciosa verfügt zudem über ein Museum, das in einem ehemaligen Getreidespeicher errichtet wurde. Das Obergeschoss ist wie ein typisches Haus Graciosas eingerichtet, im Keller befinden sich traditionelle Landwirtschaftsgeräte um zu zeigen, wie die Bewohner der Insel gearbeitet und gelebt haben. Im Garten befinden sich Kanonen des 15. bis zum 18. Jahrhunderts, die damals zum Schutz der Insel Verwendung gefunden haben. Zudem werden Walfang- Ausrüstungen, die die Periode des Walfangs, die auf der Insel eine Zeit lang herrschte, ausgestellt. Das Museum ist in den Wintermonaten von Anfang Oktober bis Ende April geöffnet. Auf Graciosa gibt es ein Kulturzentrum, das für verschiedene Musik- und Kulturveranstaltungen genutzt wird und zudem auch noch als Sammelstelle für gesellige Veranstaltungen dient. In diesem Ort treffen sich die Einheimischen um zusammen zu sitzen und das Inselleben zu genießen.   Natur Graciosa ist wie die anderen Azoreninseln vulkanischen Ursprungs, allerdings sehr viel flacher als ihre Nachbarinseln. Daher ist Graciosas lima trockener und sonniger als das der anderen Inseln. Der Anblick der Insel wird bestimmt von der eindrucksvollene Caldeira (dt. Kessel) im Süden der Insel. Der Krater hat einen Durchmesser von 1,2 km und einen Umfang von 4 km. Mit Besucher können den Krater umrunden oder, durch einen Tunnel, auf in sein Inneres gelangen. Hier befindet sich Weideland und etwas Wald. Einige Kühe grasen auf der Wiese, ein friedliches Bild, wo einst Lava brodelte. Für die Umrundung sollte man ca. 1 Stunde einplanen. Vom Rand des Kraters aus kann man bei guter Sicht die Nachbarinseln sehen. Das wahre Highlight der Caldeira liegt allerdings unter der Erde: die Furna do Enxhofre – die Höhle des Schwefels. Über eine 100 Meter lange Wendeltreppe geht es hinab ins Innere der Insel. Die Höhle am Fuße der Treppe hat fantastische Ausmaße. 80 Meter hoch und 130 Meter breit ist die größte Höhle der Insel. In der Insel befindet sich ein schwefelhaltiger See, die Steine um ihn herum sind gelb gefärbt und an einigen Stellen bringen heiße Quellen den geheimnisvollen See zum Brodeln. Das klare Wasser, die vielen Grotten und Gesteinsformationen, sowie die reichen Fischgründe Der Insel, bieten perfekte Bedingungen für Wassersportarten aller Art. Besonders Taucher werden hier fantastische Erlebnisse unter Wasser machen können. Die winzigen Inseln, die der Küste Graciosas vorgelagert sind, sind eine weitere Attraktion der Insel. Die Ilhéu da Praia beispielsweise ist ein Naturreservat, bewohnt von unzähligen Vögeln. Die Ilhéu da Baleia hingegen gleicht einem Wal, der sich aus dem Wasser hebt. Die Einwohner Garciosas betreiben Vieh- und Landwirtschaft und pflanzen Wein, Früchte und Getreide an. Die Küstenregionen bestehen zu meist aus Gestein und Felsen. Von den Bergen Pico Timão, der 398 Meter hoch ist und von dem Berg Pico do Facho, der 375 Meter hoch ist, können die Nachbarinseln Terceira, Sao Jorge, Faial und Pico gesehen werden und bieten einen einmaligen Anblick, der sicherlich nicht so schnell wieder vergessen wird.   Strände Im Gegensatz zu den anderen Azoreninseln ist Graciosa sehr flach, daher ist Nierschlag hier vergleichsweise selten. Perfekte Bedingungen also für einen Strandurlaub und Graziosas Strände können sich sehen lassen. An einigen hat der Sand sogar eine ungewöhnliche rote Färbung. Der natürliche Felsbecken Carapacho ist geschützt vor Wellen, auch der Strand Praia sowie Calheta, Barro Vermelho und Corpo Santo bieten eine Bademöglichkeit für die gesamte Familie.   Orte Die Insel ist per Schiff in drei Stunden oder in 40 Minuten Flug von Terceira aus zu erreichen. Die meisten Touristen verbringen ihren Urlaub in Santa Cruz de Graciosa, hier gibt es seit 2009 ein Luxushotel mit Therme und Schwimmbad. Auch die Orte Luz, Guadalupe, Caia de Negra, Praia und São Mateus ziehen immer mehr Touristen an. Ruhe, Entspannung und Erholung in der zauberhaften Natur der Insel mit ihren freundlichen Einwohnern machen den Aufenthalt hier zu einem unvergesslichen Erlebnis.  
Übersicht São Jorge gehört zur Zentralgruppe der Azoren. Die 233 km² große Insel ist, misst 53 km von Ost nach West, ist allerdings maximal 8 km breit. Mit dieser langesteckten Form ist sie einzigartig unter den Inseln des Archipels, die in der Regel eher rund sind. Durch die Mitte der Insel zieht sich ein bis zu 1000 Meter hoher Gebirgskamm, wie ein Rückgrat. Dieser besteht aus mehreren Vulkankegeln, deren Wände steil zum Meer hin abfallen. Dementsprechend bietet die Insel vor allem wanderlustigen Touristen fantastische Ausblicke. Velas – Die Hauptstadt São Jorges Hauptstad ist Velas, hier leben 1.900 der 10.500 Einwohner der Insel. Das charmante Städtchen hat einige schöne Kirchen zu bieten. Die Kirche von São Jorge, erbaut im 17. Jahrhundert hat eine schöne alte Orgel, während die Kirche Nossa Senhora da Conceicão mit wunderbaren Holzschnitzereien und Basaltreliefen aufwarten kann. Am schönsten ist jedoch die Kirche Santa Bárbara, eines der schönsten Beispiele für barocke Architektur auf den Azoren und zurecht ein Nationaldenkmal. Wem das nicht reicht an schönen Bauwerken, sollte sich das Rathaus und das Portão de Mar, eines der Tore der alten Stadtmauer anschauen. Auch Calheta ist ein pittoresker kleiner Ort. Die weißen Häuser des Städtchens bilden einen schönen Kontrast zu den grünen, bewachsenen Hängen und den schwarzen Basaltsteinen an der Küste. In diesem Fischerort landeten einst die ersten Siedler der Insel. Einzigartig ist der Kirchturm von Urzelina. Er ist das einzige Überbleibsel der Stadt, die 1808 von einer Lavawalze überrollt wurde. Die Natur Außerhalb der kleinen Städtchen liegt São Jorges faszinierende Natur. Die flachen Gebiete die zu beiden Seiten der Gebirgskette an der Küste liegen werden Fajãs genannt. In ihrem Mikroklima, und dank des äußerst fruchtbaren Bodens, gedeihen hier tropische Früchte und Drachenbäume. Hier finden sich daher Obstgärten, Felder und Weideland. Besonders schön ist die Fajã der Caldeira so Santo Christo mit ihrem kleinen See. Sie ist der einzige Ort auf den Azoren, wo man Muscheln findet. In der Lagune der Fajã de los Cubres hingegen wimmelt es vor Krabben. Daher bekommt man hier die Frischesten der kleinen Schalentiere. Vogelbegeisterte sollten die kleine Insel Topo an der Ostspitze der Insel besuchen. Man findet hier nicht nur einige Pflanzen, die es nur auf São Jorge gibt, sondern auch viele verschiedene Seevögel. Wer sich kein Auto mieten will, hat die Möglichkeit die Insel auf zwei verschiedenen Busrouten zu erkunden. Die nördliche Runde startet in Calheta und endet in Velas, die südliche führt von Topo über Calheta nach Velas. Kultur und Feste Abgesehen von den Festivitäten zu Ehren des Heiligen Geistes, die auf allen Azoreninseln begangen werden gibt es auf São Jorge jährlich die „Woche der Kultur“ in Velas. In der ersten Juliwoche, finden Vorträge, eine Buchmesse sowie Sportveranstaltungen und Konzerte statt. Besonders berühmt ist die Insel São Jorge für ihren Käse, der sogar bis nach Nordamerika verkauft wird, wo ihn die vielen Immigranten, die von den Azoren stammen, nicht missen wollen. Grund für seinen besonderen Geschmack ist die exzellente Qualität der Milch. Die Kühe auf São Jorge genießen die saftigen grünen Gräser, die auf dem fruchtbaren Boden der Insel wachsen.