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Beliebte Aktivitäten in Sardinien

Die antike römische Stadt Nora
Die antike römische Stadt Nora
Die antike römische Stadt Nora 3 hours
Begleiten Sie uns auf einer Tour zum römischen Theater und Fresken der Ausgrabungsstätte Nora, einer der ältesten Städte Sardiniens. Sie besuchen außerdem den Turm von Coltellazzo und entspannen am Strand.
Preis von: €854.00
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Wandmalereien in San Sperate
Wandmalereien in San Sperate
Wandmalereien in San Sperate 3 hours
3-stündige Wandmalereien-Tour durch die Stadt San Sperate mit ihren farbenfrohen Straßen, Häusern mit Wandmalereien und Steinen, die als Musikinstrumente durch aus eingesetzt werden können.
Preis von: €73.20
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Nuraghen Tour - Barumini
Nuraghen Tour - Barumini
Nuraghen Tour - Barumini 3.5 hours
Auf dieser Tour besuchen wir Su Naraxi in Barumini, ein 3.000 Jahre altes, aussergewöhnlich historisches Steinmonument und bedeutendes UNESCO Weltkulturerbe auf Sardinien.
Preis von: €91.50
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Schätze von Cagliari Tour
Schätze von Cagliari Tour
Schätze von Cagliari Tour 3.5 hours
Erkunden Sie die Hauptstadt der Monarchie Sardinien auf dieser 3,5-stündigen Tour. Sie erleben geschichtsträchtige Gassen und Aussichtspunkte und besuchen Museen, die Kathedrale sowie einige der wichtigsten Orte der alten Stadt.
Preis von: €61.00
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Wein-& Gourmet-Tour
Wein-& Gourmet-Tour
Wein-& Gourmet-Tour 4 hours
Diese Tour stellt Ihnen die sardische Küche in Dolianova vor, einer Stadt, die berühmt ist für ihre Wein-und-Olivenöl-Produktion. Sie probieren Wein in einer lokalen Weinkellerei, besuchen eine Kathedrale und kosten frischgepreste Olivenöle
Preis von: €90.00
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Touren und Aktivitäten nach Kategorien in Sardinien

Bustouren
Bustouren

Reiseinspiration - Sardinien

Seit 1948 zu Italien gehörend, hat die zweitgrößte Insel des Mittelmeeres trotzdem ihren autonomen Status und ihr ganz eigenes Profil. Geprägt von langen Traditionen, der sardischen Küche und einer Landschaft, die einem Freilichtmuseum gleicht, ist Sardinien mehr als eine italienische Insel. Ihr Name geht auf das antike Wort Ichnusa zurück, was Fußabdruck bedeutet. Der Legende nach soll Sardinien entstanden sein, als Gott nach seiner Schöpfung der Erde die übrigen Steinbrocken mit dem Fuß im Mittelmeer festtrat. Dieser kleine Fleck Fels erschien ihm aber zu grau und so schmückte er ihn mit den schönsten Blumen, Vögeln und anderen Kostbarkeiten, die er auf den Kontinenten finden konnte. Der Name des sardischen Bieres Ichnusa erinnert heute an diese Legende. Die Sagen und Legenden ranken sich um Sardinien, das früher Feen und andere Fabelwesen beherbergt haben soll. Traditionell hielten die Sarden immer Schafe und Ziegen, daher der leckere Pecorino Käse. Die Bewohner haben aber auch eine innige Verbindung zu Pferden. Die sardischen Feste werden nicht selten auf dem Rücken der Vierbeiner und in Tracht ausgetragen. Um manche Kirchen ereignen sich skurrile Pferderennen. Bevor die Römer an der Insel anlegten, prägten unterschiedliche Kulturen Sardinien. Auch sie hinterließen alle ihren eigenen Fußabdruck, ihre unterschiedlichsten architektonischen Überbleibsel zieren noch heute die Insel: Nuraghen, Schutzgebilde aus Stein, die heute das Inselbild prägen, sogenannte Backofengräber und Feenhäuser, heilige Brunnen oder Gigantengräber, sie alle zeigen den regen Wechsel der Kulturen noch vor der phönizisch-punischen Zeit. Die ersten Städte auf Sardinien und das Straßennetz gehen auf die Punier zurück. Die Eroberer siedelten sich an der Küste an und ließen das Inselinnere vorerst unberührt. Manche der Orte tragen noch heute ihre punischen Namen. Auch die Römer hinterließen auf der Insel bleibende Spuren, vor allem in der Sprache. Dann geriet die Insel in die Hände der Wandalen. Nicht unter allen Herrschaften blühte die Insel wirtschaftlich und kulturell auf. Es gab auch Zeiten, in der sie unter ihren Herrschern verarmte und verwahrloste, aufgeteilt zwischen verschiedenen Feudalherrschern und den arabischen Flotten an den Küsten. Unter dem Sohn des Sizilischen Königs kannte Sardinien eine kurze Phase als Königsreich. Pisa und Genua mischen sich in Spanische Eroberungsversuche ein, es gibt Streit, Schlachten und weitere Königsreiche.  Nach dem zweiten Weltkrieg wandern viele Inselbewohner während einer Hungersnot aus. Zehn Jahre später beginnt der Tourismus zu florieren und die Insel rappelt sich wieder auf. Natur: Raue Felsen, übersäht mit Sardiniens bunt blühenden Oleandersträuchern, buschigem Rosmarin und Thymian, Myrte und Schwarzdorn und die Macchia Bäume an den Küsten, an denen Flamingos Rast machen, das ist nur ein Auszug aus Sardiniens atemberaubender Naturschönheit. Sandstrände mit azurblauem Meer säumen die Buchten und an der Rivera de Corallo ernten Fischer die seltene Mittelmeerkoralle.  In Sardinien gib es den sonst nur auf Inseln oder in Mittelamerika vorkommenden Erdbeerbaum. Seine Blüten und seine Früchte, die Erdbeeren ähneln, werden hier zu Likör, Marmelade oder Honig verarbeitet und gelten als Delikatesse. Neben Mufflons ist die Insel auch Lebensraum des vom Aussterben bedrohten sardischen Hirschs. Wirtschaft: Neben der wilden Natur prägen die Anbaufelder Sardiniens Landbild. Weinberge und Olivenhaine zieren viele Hänge. Bevor Sardinien ihre eigenen Weinsorten herstellte, wurden die Traubenerzeugnisse der Insel hauptsächlich zur Veredelung anderer Weine genutzt und exportiert. Mit dem Anbau von Reben beschäftigten sich allerdings schon die Phönizier und Karthager auf der Insel und angeblich bauten sogar schon die Nuraghenkultur eine der ältesten Reben im Mittelmeerraum, den Cannonauwein, an. Sicher ist, dass sie Oliven züchteten. Von den Spaniern später optimiert, bringt der Anbau heute auch Exporteinnahmen. Zum Ende der Saison im Herbst feiern die Sarden Erntefeste wie die Sagra delle Olive bei der Bauern frischgepresstes Öl und andere Olivenprodukte verkaufen und die Städter von den Küsten holen. Im Norden der Insel, bei Luras, sind zwei ältere Exemplare zu sehen. Mit geschätzten 3000 bis 4000 Jahren könnten sie die ältesten Olivenbäume Italiens sein.  Eine Besonderheit ist der Safrananbau. Im November verwandeln sich manche braunen Äcker in Violette Blütenmeere. Dann begeben sich die Dorfbewohner auf die Felder und ernten die im Krokus wachsenden purpurroten Fäden.
Barumini, eine der kleinsten Ortschaften Sardiniens ist landschaftlich ein beschaulicher Ort und Ausflüge ins Umland sind lohnenswert, doch aus archäologischer Sicht ist dieser Ort einer der bedeutentesten der ganzen Insel. Die aus der Bronzezeit stammenden  Nuraghenanlagen sind die wichtigsten megalithischen Bauten Sardiniens. Su Nuraxi, ist eine der beeindruckendsten und am besten erhaltene Nuraghe und gehört heute zum UNESCO Weltkulturerbe. Bereits im 12 Jahrhundert v.Chr. errichtet, steht diese eindrucksvolle 15 Meter hohe Nuraghe heute noch, gut erhalten auf einer Anhöhe von rund 230 m über dem Meeresspiegel. Von zwei Mauerringen umringt und mehreren Türmen, einem Labyrinth aus Gässchen, kreisförmigen Hütten mit Hof, Versammlungsplätzen und Gemeinschaftsräumen, mit einem tiefen Brunnen und Zysternen, waren diese Anlagen eine sichere Festung für ihre Bewohner. Es gibt nur wenige Informationen über diese alte Kultur und ihre Bräuche. Bekannt ist nur, dass Sie ein Volk aus Hirten und Bauern waren die in kleinen  Gemeinschaften lebten. Mystik und etwas geheimnisvolles bleibt, sowie die Frage wie diese Bauten errichtet werden konnten vor fast 4000 tausend Jahren. Die Giara Für Naturliebhaber ist das Hochplateau von Gesturi, in der Gegend Baruminis, ein wahres Paradies. Mit grünen Wiesen und sanften Hügeln, dicht bewachsen mit Kork- und Steineichen, Macchia und blühenden Zistrosen ist ein einmaliger Lebensraum entstanden für die schwarz-braunen „Cavallini della Giara“  Wildpferde. Es ist eine besondere Rasse, viel kleiner als herkömmliche Pferde, mit auffallend schönen, grossen mandelförmigen Augen, buschiger Mähne und einem Schweif mit langen Haaren. Zahlreiche Vogelarten sind hier beheimatet doch auch Marder und Wildkatzen fühlen sich hier sichtlich wohl. Ein Ausflug lohnt sich allemal. SU NURAXI bei Barumini SU NURAXI liegt am Fuße des Plateaus GiaraofGesturi in der Region Marmilla. Das Monument gehört zum Außergewöhnlichsten, was das Volk der Nuraghen jemals hervorgebracht hat. 1997 wurde es von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Die Festung war das Herzstück eines strategischen Verteidigungssystems, das andere, über die Giara verstreute Nuraghen umfasste. Inmitten einer Landschaft voller natürlicher Ressourcen befand es sich in einer Position, die es ermöglichte, eine wichtige Route zwischen der Region Campidano di Cagliari und dem Inselzentrum zu kontrollieren. Das Gebäude zeigt Spuren verschiedener Bauphasen, die alle durch die Verwendung lokaler Steine gekennzeichnet sind: Basalt aus der Giara sowie Kalkstein. Die erste Bauphase lag in der Bronzezeit (Ende des 15.Jh.v.Chr. – Beginn des 13.Jh.v.Chr.) Die Nuraghe wurde über die folgenden Jahrhunderte immer wieder verändert und mit Türmen und Wänden ausgebaut. Am Ende der Bronzezeit wurde um das Monument herum ein Dorf mit ungefähr 200 Hütten errichtet (Ende des 12.Jh.v.Chr. – Beginn des 9.Jh.v.Chr.). Am Ende der Eisenzeit wurde der Komplex nahezu zerstört. Nachdem er lange brachlag, wurde er in punischen und römischen Zeiten (5.Jh.v.Chr. – 3.Jh.n.Chr.) wiederverwendet als Wohnunterkunft sowie für religiöse Funktionen und als Grabstätte.Vom 5.-7.Jh.n.Chr. wurde er noch immer sporadisch genutzt. Nuraghen Tour - Barumini - mittwochs Das einzige UNESCO Weltkulturerbe Sardiniens ist so aussergwöhnlich, dass sich ein Besuch auf jeden Fall lohnt. 3000 Jahre alt ist das Wahrzeichen der Nuraghen und ihr architektonisches Geschick gibt heute immer noch Rätsel auf, wie auch die Geschichte  seiner damaligen Bewohner.
Besuchen Sie SANT’ANTIOCO, eine von den Phöniziern im 9.Jh.v.Chr. gegründete Stadt. Sie liegt auf der größten Insel Sardiniens, die mit dem Festland durch eine künstliche Landbrücke verbunden ist, und zeigt viele wichtige archäologische Meilensteine der Vergangenheit, besonders aus dem phönizischen, punischen, römischen und byzantinischen Zeitalter. DasTofet Das Wort “Tofet” wurde erstmals in der Bibel benutzt in Bezug auf ein nicht weit von Jerusalem entfernt gelegenes Gebiet, wo verstorbene Kinder erst verbrannt und dann beerdigt wurden. Später bezeichnete es auch in Sizilien, Sardinien und Tunesien Bereiche nahe phönizischer und punischer Siedlungen, wo man verbrannte Kinderknochen fand. In Sant'Antioco befindet sich das Tofet nördlich des bewohnten Stadtzentrum gleichen Namens auf einem trachytische Bergvorsprung, der heute auch “Sa Guardia de isPingiadas” (Wächter der Tontöpfe), genannt wird aufgrund der zahlreichen Aschenurnen, die bislang dort gefunden wurden. Das Tofet wurde vom 8.Jh.v.Chr. bis zum 1.Jh.v.Chr. genutzt und ist rundum von einer punischen Festungsanlage aus dem 4.Jh.v.Chr. umgeben. Die über 3000 Urnen wurden häufig von Votivstelen aus Stein flankiert, die sich heute größtenteils in Museen befinden. Lange ging man davon aus, das Tofet sei als Friedhof für die als Menschenopfer getöteten ältesten Söhne adliger Familien genutzt worden. Dank der Analyse der verbrannten Knochen kann man heute allerdings realistisch vermuten, dass der Ort als Grabstätte für Kinder diente, die entweder tot geboren wurden oder kurz nach der Geburt verstarben. Das unterirdische Dorf Auf dem heutzutage als “villaggioipogeo” (unterirdisches Dorf) bekannten Gelände befindet sich die antike punische Nekropolis von Sant'Antioco. Zwischen dem 6. und dem 3.Jh.v.Chr wurden hier Kammern ausgehoben, in der Familienmitglieder gemeinsam bestattet werden sollten. Diese Kammern wurden später weitergenutzt: von den Römern als Aufstellungsort für Urnen aus Stein und Blei, welche die Asche Verstorbener enthielten, sowie von den ersten Christen als Katakomben. Danach wandelte sich ihre Funktion und sie wurden als Unterkunft von Schäfern und Bauern genutzt, welche sich so besseren Schutz vor den Angriffen der Araber erhofften, die immer wieder versuchten, die Insel zu erobern. Das Leben in den Höhlen, “Isgruttas”, brachte den Bewohnern den Namen “Isgruttaiusu” ein. Die ehemalige Nekropolis wurde bis in die 1960er Jahre hinein von den ärmsten FamilienSant'Antiocos bewohnt. In den 1990er Jahren wurde die Gegend unstrukturiert, und eine spezielle historisch-archäologische Route wurde eröffnet. Die "Meerseide" Das Wort "bisso" (Feinleinen) bezeichnet eine Textilfaser tierischen Ursprungs, die aufgrund offensichtlicher Ähnlichkeit auch als  “Meerseide” bezeichnet und aus den Filamenten einer bestimmten Art zweischaliger Muscheln namens Pinnanobilis abgegeben wird, welche im Mittelmeerraum heimisch ist. Das so gewonnene Textil ist so wertvoll, dass es seit der Antike ausschließlich für ganz besondere, wichtige Erzeugnisse großen Wertes verwendet wird. Das älteste bekannte Objekt aus Feinleinen, das aus dem 4.Jh.v.Chr. stammte, wurde leider im 2. Weltkrieg zerstört. Die Seltenheit der Pinnanobilis, die vom Aussterben bedroht ist, sowie der extrem schwierige Webvorgang sind die Gründe, warum Feinleinen von nur wenigen Meistern handgewoben wird, deren Technik mündlich weitergegeben wird. Chiara Vigo ist heutzutage die einzige Feinleinen-Meisterin der Welt, und ihr Labor-Atelier im Herzen von Sant'Antioco ist immer geöffnet für eine Demonstration der außergewöhnlichen Handfertigkeit, die das Weben von Meerseide erfordert.
Vorbei an üppigen Obstgärten und grünen Gemüsefeldern führt der Weg nach San Sperate. Dort angekommen, öffnen sich die Türen des Museumsdorfes. Strassenkunst wohin das Auge reicht. Die Mauern sind geschmückt mit den sogenannten „Murales“, den Wandmalereien. Sie gehören zum Ort, wie die Pfirsiche in den Obstgarten. Und die hier wachsenden saftigen, sonnenverwöhnten Pfirsiche sind so beliebt, dass ab Mitte July   alljährlich, das Insel bekannte Pfirsich-Fest “Sagra delle Pesche” stattfindet mit allerlei Leckereien aus der süssen, gelb-roten Frucht. Und ebenfalls im July findet das sehr beliebte Literatur Festival “Cuncambia” statt. Ob man zur Musik tanzt, der Literatur Gehör schenkt oder dem Theaterschauspiel zuschaut, es wird auf jeden Fall allerlei Kultur angeboten. Häuser, Gassen und Plätze in San Sperate sehen aus wie eine farbenfrohe Galerie unter freiem Himmel und ist heute das grösste Freilichtmuseum der Insel . Wenn man den Malereien Betrachtung schenkt, sieht man, dass sie wichtige Bedeutungen haben und das Landleben sowie soziale, satirische und politische Themen, das Einsetzen für die Gerechtigkeit, Krieg, Armut und Gedichte zum Ausdruck bringen. Die „Murales“ fanden ihren Anfang im Bergdorf Orgosolo. Dass nun San Sperate zu einem Freiraum für Kultur wurde, hat man dem berühmten und weltbekannten Bildhauers und Malers  Pinuccio Sciola zu verdanken. 1968 hatte er die glorreiche Idee, die Lehmhäuser weiss anzustreichen und in Regenbogenfarben leuchten zu lassen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Die Entstehung der Museumsstadt Alles begann am Tag des Corpus Domini im Jahre 1966, als eine Gruppe von Freunden unter der Führung von Pinuccio Sciola begann, die weißen Wände der Häuser in der Stadt bunt zu bemalen. Auf Einladung von Sciola selbst, der den Anfang gemacht hatte, verzierten schließlich alle Bürger von San Sperateihre weißen Hauswände mit Malereien. Dies läutete 1967 die Entstehung einer neuen Stadt namens “Paese Museo” (Museumsstadt) ein. Heutzutage findet man in San Sperate mehr als 320 Wandgemälde sowohl auf Privathäusern als auch auf öffentlichen Gebäuden. Diese Malereien stammen von Künstlern aus der ganzen Welt, die jedes Jahr nach San Sperate kommen, sei es auf Einladung lokaler Künstler oder mithilfe von Stipendien, die von der Gemeinde ausgeschrieben werden. Neben Wandmalereien finden sich auch diverse permanente Kunstinstallationen, welche die Stadt in ein Freilichtmuseum verwandeln. Klangsteine Es gibt aber nicht nur Formen zu bewundern, sondern auch Klänge: Die Steine haben eine Stimme, und Pinuccio Sciola ist es gelungen, diese zum Klingen zu bringen. Die mit Hammer und Meißel bearbeiteten Steine bringen tatsächlich Klänge hervor. Richtig berührt, erklingt sogar eine Melodie. Sciola entdeckte diesen Umstand insbesondere bei der Arbeit mit Basalt, einem sehr harten Stein, sowie bei Experimenten mit anderen Steinen wie etwa Kalkstein. In den Stein werden parallele Linien verschiedener Längen gehauen, so dass beim Darüberstreichen Klänge unterschiedlicher Intensität entstehen, die beim Hörer tiefe Emotionen hervorrufen. Jeder Stein hat seinen eigenen Klang, der uns von den Ursprüngen seiner Materie zu erzählen scheint. So hat jeder Stein eine andere Stimme. Die Klangsteine sind in den offenen Werkstätten von Pinuccio Sciola in San Sperate und Borore ausgestellt. Einige von ihnen sind in Venedig, Assisi, Rom sowie regelmäßig im Zuge von Wanderausstellungen weltweit zu sehen. Wandmalereien in San Sperate Haben Sie schon mal ein Dorf gesehen, dass einem Museum gleicht? Seit 1968 werden in  San Sperate Wandmalereien an Häuserwänden angefertigt. 320 sind es bereits und mehr werden es werden und die vielen Kunstinstallationen und Klangsteine  verwandeln diese Stadt in ein Freilichtmuseum der besonderen Art. Ein kulrureller Genuss ohne Gleichen.
NORA ist die wohl älteste Stadt, die von den Phöniziern auf Sardinien im 8.Jh.v.Chr. gegründet wurde, und war jahrhundertelang für die dortigen Handelsaktivitäten bekannt. Als archäologische Stätte ist Nora von außerordentlicher Bedeutung, insbesondere für die dortigen Funde aus der römischen Kaiserzeit: Thermalbäder, Fußbodenmosaike sowie ein kleines Theater in überaus gutem Zustand. Die Ausgrabungsstätte Nora liegt nicht weit von der Stadt Pula entfernt am Fuße eines Vorgebirges. Nora wurde vermutlich bereits im nuraghischen Zeitalter als Siedlung genutzt, ist allerdings am besten dafür bekannt, eine der ersten Städte (nach neuen Forschungsergebnissen sogar die erste Stadt überhaupt)  gewesen zu sein, die von den Phöniziern im 8.Jh.v.Chr. auf Sardinien gegründet wurde. Wie wichtig die Stätte ist, sieht man auch daran, dass noch immer großes Interesse an ihr auf Seite der Archäologen besteht, welche weiterhin Analysen der Region vornehmen. Die Stadt verfügte bereits über drei, von den Phöniziern gebaute Häfen (heute nicht mehr sichtbar), als sie unter punischer Herrschaft ihren Zenit erreichte. Aus dieser Zeit liegen uns allerdings nur wenige Überreste vor, darunter der Tempel der Göttin Tanit. Die meisten der noch sichtbaren Strukturen gehen auf das Zeitalter der Römer zurück, genauer gesagt auf die Zeit des römischen Imperiums: Thermalbäder, Fußbodenmosaike sowie ein Theater aus dem 2.Jh.v.Chr. Im 8.Jh. verließen die Bewohner die Stadt, neuere Siedlungsspuren stammen aus dem Hochmittelalter. Der Turm von Coltellazzo ragt auf einem Hügel empor, der den gesamten archäologisch relevanten Bereich dominiert und als perfekter Aussichtspunkt für die drei antiken Häfen Noras gilt. Die ursprüngliche Bezeichnung “Castellas” kommt daher, dass der Turm auf dem Fundament der antiken Akropolis gebaut wurde. Wie man aus einer Urkunde von 1318 schließen kann, wandelte sich die Bezeichnung im Mittelalter in “Coltellas”, und seit 1740 besteht eine Verbindung zu der nahegelegenen Kirche Sant'Efisio, die zu einer erneuten Umbenennung in “Coltellas de Sant'Efis” führte. Im 16.Jh. übernahm der Turm die Rolle eines Beobachtungs- und Kontrollpunktes gegen die Angriffe der Korsaren, wobei diese Funktion erst 1607 offiziell gemacht wurde. Auf diese Epoche deutet auch das noch sichtbare Mauerwerk des Turmes hin mit seiner kegelstumpfförmigen Gestalt, 12m Höhe und einem Basisdurchmesser von 12m. Im 18.Jh.war der Piedmonteser Ingenieur Antonio Felice de Vincenti Hauptverantwortlicher für die Umwandlung des Turmes in eine Festung. Im 19.Jh. schließlich wurden weitere Umbauarbeiten durchgeführt, welche die Turmstruktur erheblich veränderten, um eine Verwendung zur Unterstützung der Segelschifffahrt zu ermöglichen. Die Kirche von Sant'Efisio ragt nicht weit vom Meer entfernt, recht nahe zum phönezisch-punischen Stadtzentrum in einem Friedhofsgebiet, in den Himmel. Der hagiografischen Legende zufolge, befindet sich das zur eigentlichen Religionsausübung genutzte Kirchengebäude genau dort, wo Sant'Efisioeinst nach seinem Übertritt zum christlichen Glauben den Märtyrertod starb. Aus diesem Grund ist die Kirche auch Ankunftspunkt der Prozession zur Andacht an den Heiligen, im Zuge derer jährlich Anfang Mai eine ihn verkörpernde Statue aus der gleichnamigen Kirche in Stampace (Cagliari) herbeigetragen wird, wo sich diese normalerweise befindet. Das erste Gebäude wurde im Hochmittelalter erbaut, das gegenwärtige proto-romanische Erscheinungsbild beruht allerdings auf einer umfassenden Umbauaktion durch die Benediktinermönche von San Vittore di Marsiglia, denen die Kirche von dem “giudice” (Richter) von Cagliari im Jahre 1089 zugewiesen wurde. Das Gebäude entstand zu einem Großteil unter der Wiederverwendung von Ecksteinen aus Kalk und Sandstein, die ursprünglich Teil der punisch-römischen Stadtmauern waren. Im Inneren finden sich in Form der Grabstätte des Heiligen noch Hinweise auf das hochmittelalterliche Martyrium. Die aktuelle Fassade stammt aus dem 18.Jh. Wie ein Dreiek geformt sticht an der Spitze des Capo di Pula die mystische Halbinsel hervor.  Einst war Nora umgeben von drei Buchten, die die Seefahrer als Anlagestellen nutzten. Diese Buchten und andere Teile der Halbinsel sind im Meer versunken und heute für Taucher und Schnorchler ein wahres Paradies. Eine Sehenswürdigkeit  die sie sich nicht entgehen lassen dürfen, ist die Felshöhle Grotta Is Zudas auf dem 236 hohen Monte Meana im Norden. Die Metallsalze in dieser Höhle sind beeindruckend ebenso die riesigen, bizarren Stalaktiten die von der Decke hängen. Wenn Sie doch mal weg von der Vergangenheit und zurück in die Gegenwart wollen,  bietet Ihnen Nora einiges an Aktivitäten. Und wer nur etwas Entspannung sucht, ist an den weitläufigen, weichen und goldschimmernden Stränden im Süden des Nachbarortes Pula genau richtig. Das ruhige und flache Wasser ist ideal für Familien mit Kindern. Die antike römische Stadt Nora Tour Bereits im 9. Jahrhundert von phönizischen Seefahrern gegründet gilt die antiken Stadt Nora als eine der ältesten Sardiniens.  Tempelanlagen sowie die beeindruckende Therme, ein römisches Amphitheater, Strassen aus Kopfsteinpflastern und bezaubernde Mosaiken sind erhalten geblieben, so als hätte jemand die Zeit angehalten. Geniessen Sie diese Reise durch die Zeit.
Nur 20km entfernt von Cagliari liegt die Region Parteolla. Linguisten zufolge könnte es sich bei dem Gebiet um Pars- Iolea handeln, einen mythologischen Ort, wo der griechische Gott Iolao einst den Ackerbau zu den Menschen brachte und die Söhne des Helden Erakles über Sardinien herrschten. Wie dem auch sei, der Name Parteolla geht zurück auf Parte-Olla, was darauf hinweist, dass ein Teil der Gegend sich auf den Anbau von Olivenbäumen (olla) spezialisiert hat. All dies kann man selbst erleben bei einem Besuch von Dolianova, dem historischen Zentrum von Parteolla, das bedeutend ist als Produzent von Öl und Wein. Ein Museumsbesuch eröffnet zwei Möglichkeiten: Im Erdgeschoss können Interessierte in chronologischer Reihenfolge mehr über die verschiedenen Kulturen und Zivilisationen erfahren, die Sardinien vom neolitischen Zeitalter bis ins frühe Mittelalter bewohnten. In den oberen Stockwerken sind die Ausstellungsstücke dann geografisch angeordnet, je nach Gegend, in der sie gefunden wurden. Die Sammlung ist zweifellos einer der größten Schätze der pränuraghischen und nuraghischen Zeit. Sie gibt außergewöhnliche Einblicke in die Entwicklungsgeschichte der sardischen Bevölkerung, sowohl in Bezug auf eigene Besonderheiten als auch im Hinblick auf die Beziehungen zu anderen Mittelmeerzivilisationen, mit welchen sie aus wirtschaftlichen, militärischen oder politischen Gründen in Kontakt stand. Zu den bedeutendsten Artefakten zählen mehrere Bronze-Statuetten aus der nuraghischen Ära, deren Darstellungen von den gesellschaftlichen, politischen und religiösen Strukturen ihrer Ursprungszivilisation erzählen. Audarya Weinkeller Audarya entstammt 100 Jahren Tradition und verbindet perfekt Tradition und Moderne. Die Familie Pala produziert in dieser Gegend seit drei Generationen Wein. Heute befinden sich 35 Hektar Weinberge im Besitz des Unternehmens. In der Mitte, tief im Weinberg, findet man den Weinkeller. Die von Audarya produzierten Weine sind stolze lokale Vorgänger der D.O.C Marke: Vermentino, Monica, Nuragus, und Cannonau. Der Weinprobenraum selbst ist eine Augenweide: durch eine große Glaswand kann man den Blick auf den Weinberg genießen. San Pantaleos Kathedrale Die ehemalige Kathedrale von San Pantaleo befindet sich im historischen Zentrum Dolianova, ein Ort der seit dem 6.Jh. mit der christlichen Religion in Verbindung gebracht wird, wovon auch das Taufbecken zeugt, das heute unter dem Presbyterium liegt. Die Kirche wurde aus Sandstein im romanischen Stil erbaut, weist aber auch zahlreiche Spuren gotischen Stils auf, welche auf die letzte Bauperiode zurückgehen (Ende des 13.Jh.). Fassade, Seiten, Apsis und Glockenturm sind mit vielfältigen Skulpturen in großer Zahl dekoriert, die geometrische und menschliche Muster sowie mythologische Tiere repräsentieren. Auf der Nordseite der Kirche findet man eine Art Ädikula, bestehend aus zwei Säulen. Diese stützen einen Sarkophag aus der Römerzeit, auf dem sich wiederum zwei kleine Säulen befinden, welche einen Spitzbogen tragen. Im Inneren der Kirche werden durch Säulen drei Bereiche abgeteilt, welche anhand von Skulpturen Szenen aus dem Evangelium darstellen, darunter die Adorazionedei Magi (Die Anbetung der Heiligen Drei Könige) und die Natività (Geburt Christi). In der Apsis der Kirche befinden sich auch zwei mittelalterliche Fresken, der “Albero della vita” (Baum des Lebens) auf der rechten Seite sowie der “Retablo di San Pantaleo” (St Pantaleo Altaraufsatz), der auf die Zeit Ende des 5./Anfang des 6.Jh zurückgeht. Cannavera Ölmühle Das organische Unternehmen Cannavera wurde vor etwas mehr als 30 Jahren gegründet. Ab ca. 10 Jahren nach seiner Gründung verfügte das Unternehmen über eine Olivenpresse zur Olivenölproduktion. Das Olivenöl ist Symbol der Parteolla Region und verblüfft mit seiner Vielfalt und den zahlreichen jeweiligen Einsatzmöglichkeiten: Es gibt u.a. Zitronenolivenöl, Myrtenolivenöl und Mastixolivenöl. Olivenöl kann  sogar zur Aromatisierung von Likör verwendet werden. Das Öl wird durch Kaltpressung gewonnen, wodurch das beste extra native Olivenöl produziert werden kann. Wein-& Gourmet-Tour - Freitags Eine Tour durch Dolianova die es in sich hat. Die Weinkeller hier sind berühmt für ihre fantastisch aromatischen Weine die hier auf weitläufigen Plantagen seit 1949 angebaut werden und Sie dürfen Ihren Gaumen mit diesen erlesenen Köstlichkeiten verwöhnen .Eine andere Delikatesse ist hier auch das Olivenöl aus eigener Pressung. Angereichert mit Aromen von Zitronen, Myrte oder Mastixstrauch sind diese Öle einzigartig im Aroma und Geschmack.